Die perfekte Gastgeberin

Vor einiger Zeit habe ich mich mit dem perfekten Gast befasst, hier könnt ihr den Artikel nachlesen. Nun stellt sich die Frage, wie man zur perfekten Gastgeberin wird bzw. woran man sie erkennt. Bei jeder Feier sollen sich die Gäste schließlich wohlfühlen, und mit ein paar Tipps und Tricks ist es gar nicht so schwer, eine größere Gesellschaft zu geben.

Die Einladung

Schon hier kann man erkennen, ob die Gastgeberin alles im Griff hat oder eben nicht. Geraume Zeit vor der Veranstaltung sollten die Einladungen verschickt werden. So schön handschriftliche Einladungen auch sind (Hier geht’s zum Artikel „Schreiben mit Stil – Elegant per Post“), gerade bei einer größeren Gesellschaft wird man sich eher für gedruckte Billetts entscheiden. Dann empfiehlt es sich aber, zumindest den Namen des Gasts und allenfalls ein paar persönliche Zeilen von Hand zu schreiben. Wer oder was wird wann und wo gefeiert? Gibt es einen Dresscode? Gibt es ein Essen? Gilt die Einladung nur für den Betreffenden oder ist auch die Begleitung inbegriffen? (Kennt man den Namen, niemals schreiben: Für Herrn XY und Begleitung, sondern beide Personen namentlich anreden). Eine Wegbeschreibung und ein Hinweis auf Parkmöglichkeiten ist ebenfalls sinnvoll. Auf jede Einladungskarte gehört ein Vermerk, bis wann die Gäste zu- oder absagen sollen. Man kann das in einem Satz formulieren oder die Abkürzungen u.A.w.g. bzw. r.s.v.p. bis zum … verwenden.

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Dresscode Cutaway in Pink

Dresscode Cutaway – Was trägt die Dame? Hier könnt ihr nachlesen, welche Kleidung angemessen ist. Auf jeden Fall gehört eine Kopfbedeckung dazu, ob ihr euch für einen großen, imposanten Anlasshut, eine kleine Pillbox oder aber einen Fascinator entscheidet, liegt ganz bei euch. Wie man einen Hut trägt, findet ihr hier.

Kürzlich konnte ich euch mein „Magnolien-Outfit“ im Dresscode Cutaway zeigen, allerdings nur anhand von Schnappschüssen bei einem Familienfest. Nun wurde ein kleines Fotoshooting nachgeholt.

Shooting by Nicolai Ehrenreich-Dresscode Cutaway in Pink2 Weiterlesen

Knigge-Regeln: Wer bietet wem das Du an?

Kaum ein Kniggethema sorgt für so viel Unsicherheiten wie der richtige Umgang mit dem Duzen und Siezen. „Wer bietet wem das Du an?“ ist immer wieder eine Frage, die mir gestellt wird.

Grundsätzlich kann man sagen, dass es hier zwei Ebenen gibt, nämlich die berufliche und die private. Für beide gibt es genaue Regeln, vieles bleibt aber auch Ermessenssache, besonders im inoffiziellen Bereich. Lasst mich gleich mit zwei Beispielen aus dem Alltagsleben starten: Es ist so, dass es eine Tendenz gibt, immer schneller zum Duwort überzugehen bzw. gleich mit dem Du zu starten. Das ist nicht nur bei großen schwedischen Einrichtungshäusern so (es soll gleich mit dem vertraulichen „Hej du“ ungezwungenes schwedisches Flair vermittelt werden), es ist auch so bei Erwachsenen derselben Generation, die irgendeinen Anknüpfungspunkt durch ihre Kinder haben. Wohl kein Elternteil eines Kindes käme auf die Idee, die Eltern von jemandem, der dieselbe Primarschule wie der eigene Nachwuchs besucht, zu siezen. Ebenso ist es beim Ballett und allen anderen Aktivitäten, wo gemeinsame Kinder involviert sind. Aber auch hier gibt es schon eine ungeschriebene Regel: Man duzt zwar die Eltern automatisch, aber niemals Großeltern, die fallweise ihre Kinder begleiten.

Doch sehen wir uns die Sache der Reihe nach an:

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Bei einer Hochzeit fragen sich einander unbekannte Gäste oft, „Wer bietet wem das Du an?“

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Frage an Claire: Preppy Schmuck

In der Rubrik „Frage an Claire“ könnt ihr mir jederzeit Mode-, Stil- oder Kniggefragen stellen, die ich gern beantworten möchte. Schreibt einfach ein Email an claire(at)countessclaire.com.

Guten Tag liebe Claire,

Auf Ihrem Blog habe ich den Preppy-Stil kennengelernt und schon viele weitere Anregungen gefunden. Herzlichen Dank hierfür!

„Preppy“ als Modeleitfaden sagt mir sehr zu. Mir gefällt daran besonders, dass es eine nachhaltige, klassisch zurückhaltende, aber doch fröhliche Garderobe ist. Nachdem ich nun so viel Gefallen an Preppy-Kleidern gefunden habe, möchte ich eventuell ein paar wenige passende Schmuckstücke anschaffen, wobei ich allerdings auf „schweren Klunker“ verzichten möchte. Angeblich sollen Perlenohrstecker und „Grossmutters geerbter Schmuck“ unentbehrlich sein. Nun, ich habe von meinem Grossvater Manschettenknöpfe als Erinnerung…

Was ist gemeint mit klassischem, preppy Schmuck? Welche Schmuck-Materialien sind klassisch? Welche Marken sind preppy? Gibt es so etwas, wie ein „Basic Schmuckkästchen“ für Preppies?

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

Mit besten Grüssen,

Sarah

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Magnolienkleid mit Hut – Dresscode Cutaway

Heute zeige ich euch ein paar Schnappschüsse von einer Familienfeier. Da es kein Foto von mir allein gibt, versuche ich, das Outfit zu beschreiben: Zum knielangen Fit-and-Flare Kleid in Rosa mit Magnolienmuster habe ich ein kurzes Strickbolero, spitze, nudefarbene Pumps und ein abgestepptes Ledertäschchen gewählt. Ergänzt wurde das Ensemble von meinem großen Lieblingshut und klassischen Perlenohrsteckern.

Dresscode Cutaway
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Das englische Picknick – Teil 2

Wie sieht ein stilvolles Picknick aus? Unsere British Upper Class Expertin Katrin alias Miss Kate erklärt’s heute im zweiten Teil. Habt ihr Teil 1 verpasst? Hier geht’s lang!

Miss Kate: „Die Vorstellung der perfekten Art zu picknicken ist individuell sehr verschieden. Eines schönen Sommers hatte ich während meines zweiten Studiums in Dresden Besuch von Freunden, also die perfekte Zeit, um abends an der Elbe mit Canalettoblick zu verweilen. Gedanklich polierte ich bereits geerbte Kristallgläser und packte die sorgfältig zubereiteten Kulinaritäten in die Körbe. Stattdessen wurde ich in meiner planerischen Euphorie von der „Rustikalität“ meiner Freunde eingeholt und sollte mich später mit Getränken, aus Flaschen konsumierend, auf einer Plastiktüte wiederfinden. Ich war pikiert!

Ich picknicke eben weder von Pappe noch von Plastik, es sei denn es lässt sich nicht umgehen. Aber bei diesem -ich nenne es einfach liebevoll- Gelage gab es ja noch nicht mal einen Pappbecher! Mit abgespreiztem kleinen Finger hielt ich die herumgereichte Flasche und schaute während des Nippens peinlich berührt um mich. Nicht, dass es irgendjemanden außer mich selbst interessiert hätte… Dabei wollte ich nichts anderes als meinen Freunden ein unvergessliches und stimmungsvolles Picknick an der Elbe zu bereiten, fest in der Überzeugung, dass meine Idealvorstellung sie ganz sicher umgehauen hätte! (Der Überzeugung bin ich übrigens immer noch, manche Leute müssen einfach zum Schönen gezwungen werden…!!)

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Wie wundervoll wäre es, hier im Park zu picknicken!

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