Kostümgeschichte: Die Swinging Sixties

Die Sechzigerjahre: welches andere Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts war wohl so wichtig für die Modewelt als diese, „Swinging Sixties“ genannte Zeit mit der Erfindung des Minirocks und den ersten Prêt-à-porter Kollektionen der Designer? Yves Saint Laurent war der Vorreiter und ließ sich dazu herab, sich erstmals der Alltagsmode anzunehmen; zuvor hatte es ausschließlich Haute Couture für einige wenige betuchte Damen gegeben.

Außerdem brachten diese wichtigen Jahre das erste Supermodel, nämlich Twiggy, hervor. Leslie Hornby, wie sie mit richtigem Namen hieß, war mit ihrem blondierten Bubikopf und ihrem androgynem Körper die Vorreiterin von Claudia Schiffer, Linda Evangelista, Christy Turlington, Kate Moss, Gisele Bündchen, Doutzen Kroes und all den anderen Supermodels der Achtziger-, Neunziger-, und aktuelle Jahre. Als Gegenpol zur schmalen Twiggy fungierte Brigitte Bardot mit ihren weiblichen Kurven.

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Typische Sixties-Mode, zu sehen auf einer Fotografie von 1966 in der bekannten Einkaufsmeile Carnaby Street im Londoner Stadtteil Soho.

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Kostümgeschichte: Die glamourösen Achtziger

Den ersten Artikel im Neuen Jahr möchte ich heute der Kostümgeschichte widmen. Mein Lieblingsjahrzehnt des 20. Jahrhunderts, was die Mode betrifft, sind eindeutig die Achtzigerjahre, denn von Modesünden wie Schulterpolstern, Neonfaben und Karottenhosen einmal abgesehen, stand besonders die Glamour-Fashion für Eleganz, Opulenz und Extravaganz. Aus heutiger Sicht gab es aber wohl wie in keinem anderen Jahrzehnt so viele unterschiedliche, völlig konträre Modeströmungen.

Achtziger

Mode im Stil der Achtziger gibt es bei The Outnet.

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Kostümgeschichte: Die Goldenen Zwanziger

Wie schon angekündigt, möchte ich eine neue Serie zum Thema „Kostümgeschichte“ beginnen. Es geht hier aber nicht darum, die Mode aller Gesellschaftsschichten darzustellen, sondern allein die der gesellschaftlich hochstehenden Dame. Den Anfang machen heute die Goldenen Zwanziger. Der Ausdruck Goldene Zwanziger umfasst genau genommen nur Deutschland von 1924 bis 1929, in den USA zum Beispiel wurde diese Periode Roaring Twenties genannt. Ähnliche Modeerscheinungen gab es aber überall; nicht nur in der Mode war der weltweite Konjunkturaufschwung sichtbar.

„Die zwanziger Jahre waren eine Zeit des Umbruchs in eine Welt, die deutlich besser als die gerade überwundene Zeit des Ersten Weltkriegs sein sollte. Man träumte von Luxus, Reichtum und endlosem Müßiggang – und die, die es sich leisten konnten, lebten diese Träume auch ungehemmt.“, erläutert Jeroen van Rooijen in seiner Stlradar-Kolumne der NZZ. Erst die Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 setzte dem dekadenten Phänomen ein Ende.

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Auftakt zur Kostümgeschichte

Guten Morgen, liebe Leserinnen! Es ist wieder einmal Zeit für eine neue Serie. Lasst euch von mir mode- und stilmäßig in die Kostümgeschichte der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte entführen!

Ich möchte euch mitnehmen in die Zeit der opulenten Mode am Hof Ludwigs XIV, als die Damen der Gesellschaft sich in edle Gold- und Silberbrokatstoffe hüllten, tiefes Dekolleté, Korsette und Reifröcke trugen. In die Zeit der Goldenen Zwanziger, in der die Damen mit mondänen Accessoires, Flapper Dresses und Bubiköpfen schockierten, ins französische Empire zur Zeit Napoleons, gekennzeichnet durch Kleider mit hohen Taillen, in die Zeit von Jane Austens englischen Landadeligen. Ebenso in die Zeit der glamourösen Eighties mit ihrem Dallas- und Denver Clan-Style und vieles mehr.

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