Ein klassisch-preppy-maritimes Bubenzimmer

Im Jänner bin ich wieder Mama geworden, und nun habe ich die Muße und Ruhe, ein weiteres Bubenzimmer zu gestalten.

Von vornherein war klar, dass der Raum ein abermals im – ihr ahnt es vermutlich schon – typischen Preppy Style eingerichtet werden soll, diesmal im maritimen Look mit Segelbooten. Pinterest war meine kleine Inspirationsquelle, und nun habe ich viele schöne Ideen, die ich gemeinsam mit meinen eigenen Vorlieben umsetzen werde. Wichtig war mir nur, dass es kein Babyzimmer mit hellblauen Wolken, Sternenbetthimmel und dergleichen wird (das war von meinen anderen Kindern schon vorhanden), sondern ein richtiges Jungenzimmer, in dem sich mein Jüngster auch in ein paar Jahren wohlfühlt. Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Zimmer, aber ich möchte euch jetzt schon von meinen Plänen berichten.

Wie sieht nun ein klassisches und preppy Jungenzimmer aus?

Ein typisch preppy Jungenzimmer mit blau-weoß-roten Streifen und dunklen Möbeln, zu sehen auf Houzz. Mir persönlich wäre es etwas zu dunkel.

Die wichtigsten Farben sind dunkelblau, rot und weiß. Akzente kann man mit anderen Farben setzen, zum Beispiel mit Dunkelbraun, Hellblau sowie Anthrazit.

Möbel passen am besten in Weiß, Dunkelbraun oder Dunkelblau. Die dunklen Farben können etwas zu bedrückend erscheinen, da kann man mit hellen Teppichen, farbenfrohen Vorhängen oder hellen Bildern arbeiten. Der Möbelstil ist ganz klassisch (Landhausstil) gehalten, Fauteuils oder ein gemütliches Sofa mit Hussen dürfen auch nicht fehlen. Die Schränke, Kommoden und Nachtkästchen haben oft Lamellentüren. In meinem Artikel Hamptons Style – Interior Coastal Living könnt ihr mehr darüber nachlesen. Mir ist übrigens noch nie ein preppy Zimmer in Buche Furnier oder anderen hellbraunen Holztönen untergekommen.

Die Wände streicht man am besten dunkelblau-weiß gestreift, aber aufpassen: entweder die Decke oder aber die Seitenwände. Wenn alles gestreift ist, wirkt es zu unruhig. Auf dem obigen Foto sieht man ganz dunkelblaue Wände. Hinreißend auf dem Bild, wäre mir dies in Natura viel zu düster. Paneele und Holzvertäfelungen findet man in jedem preppy Bubenzimmer, manchmal bis unter die Decke reichend, oft aber nur bis zu ca. einem Drittel der Raumhöhe, den Abschluss bilden Konsolen. Tapeten sind auch möglich.

Dazu passen dann am typischsten Kassettentüren und Sprossenfenster. Verdunkeln kann man den Raum mit bodenlangen Vorhängen, die das Farbschema des Zimmers widerspiegeln oder auch Rollos.

Von der Dekoration würde ich unbedingt zu nautischen Motiven tendieren. Ich habe mich zum Beispiel für Ruder an den Wänden, schön gerahmte Bilder mit Segelbooten, alten Landkarten, Ankern, Seemannsknoten, Steuerrädern, einem Leuchtturm oder Muscheln entschieden. Dazu eine Wandkonsole mit einem kleinen Segelboot, ein dunkelbraunes Steuerrad an der Wand und eine Wimpelkette mit maritimen Fähnchen. Wichtig ist auch die farblich angestimmte Bettwäsche.

Am besten zum Nautical Style ist sicher ein dunkler Dielenboden, darauf verteilt helle, auch grobe, Teppiche aus Naturfasern. Die Kissen in Rot mit kleinen Ankern machen sich besonders gut.

Und zuletzt kommt da noch die Sache mit dem Plastik. Zu keinem Raum im Preppy Style passt Plastikspielzeug oder überhaupt herumliegendes Spielzeug an sich. Ich versuche, so viel wie möglich in weißen Körben zu verstauen und bin grundsätzlich – abgesehen von Lego und Duplo – kein großer Fan von Plastiksachen.

Nun hoffe ich, dass ihr ein paar Anhaltspunkte, wie man so ein Jungenzimmer gestalten kann, bekommen habt. Seht euch auf jeden Fall auf Pinterest um, da könnt ihr wunderbare Sachen entdecken!

Und wieder blau-weiße Streifen in einem Babyzimmer, diesmal mit weißen Möbeln, zu sehen auf Houzz.

Blau-Weiß ist immer ein Thema. Zu sehen auf Houzz.

Mit dem Luster hat das Zimmer ein bisschen Klassik-Touch. Zu sehen auf Houzz.

Sehr freundlich mit den rot-weißen Streifen und dem dunklen Dielenboden, zu sehen auf Houzz.

Schön auch die Kombination mit anthrazitfarbenen Stücken, zu sehen auf Houzz.

Ganz klassisch: Ruder und Ankerkissen, zu sehen auf Pinterest.

Aber auch mit Braun kombiniert ergibt es ein stimmiges Bild. Dazu Akzente in Rot, zu sehen auf Houzz.

Wimpelketten dürfen auch nicht fehlen, Zu sehen auf Houzz.

Was meint ihr? Wie gefallen euch die Beispiele? Wie haben die Leserinnen mit Buben unter euch die Kinderzimmer eingerichtet? Und wo und wie verstaut ihr weniger ansehnliches Spielzeug?

6 Gedanken zu „Ein klassisch-preppy-maritimes Bubenzimmer

  1. Hallo,

    ich liebe ja den Costal Stil. Wie mein Sohn kleiner war, habe ich sein Zimmer mit Holzmöbeln ausgestattet und einem blauen Teppichboden. Die Wände waren weiß bis auf:

    Die Idee hatte ich aus einem Katalog, aber ich habe die Segel nicht gekauft, sondern gemalt. Ich habe das Bett als Boot angesehen. Es stand in einer Ecke und so habe ich am Kopfende ein großes , blau-hellblau gestreiftes Segel gemalt und an der anderen Wand ein noch größeres. In die Ecke haben wir ein Vierkantholz angebracht als Mast. Es gab bei Kinderbutt auch Wandtaschen, die sollten eigentlich in die Segel, die haben wir aber letztendlich doch woanders angebracht.

    Am Fußende habe ich einem 1 m hohen Leuchtturm in rot-weiß mit blauem Dach gemalt und mit gelben Lichtkegel, welcher in Richtung Bett zeigte.

    Jetzt ist er ein Teenager und hat neue Möbel bekommen. Die Wände sind weiß, ein dunkler Holzboden und Eichemöbel. Der Bettüberwurf ist der Farbklecks in rot, marine, weiß, dazu noch rote und blaue Kissen.
    Ein bunter Teppich in kräftigen Naturtönen liegt noch vor seinem Bett.

    Wir haben noch zwei Fahnen (USA (von BIG Challenge) und Texas), die ich gern an die Wände hängen möchte. Da er viele Urkunden im Sport hat, möchte ich die auch an die Wand bringen.
    Jetzt sind bald Ferien, da bin ich nicht mehr so eingespannt und kann hoffentlich alles vollenden.

    Liebe Grüße

    Sue

    • Liebe Sue,

      Das klingt alles wundervoll und würde mir auch ganz genauso gefallen! Und sowohl das frühere Zimmer als auch das jetzige Teenagerzimmer scheinen mir sehr preppy-maritim zu sein!
      Ich wünsche dir viel Zeit und Ruhe, um in den Ferien kreativ sein zu können!

      Liebe Grüße,
      Claire

      • Hallo,

        ja, dass ist aber unbewusst. Ich wollte ein schönes Kinderzimmer, wo sich die Kinder gerne aufhalten und spielen. Nun wollte ich ein Zimmer, was auch noch so sein darf, wenn er etwas älter ist. Habe versucht einen maskulinen Stil zu finden. ;)

        LG Sue

        PS. Hast du deine Bubenzimmer schon fertig?

  2. Ein toller Beitrag mit sehr schönen Inspirationen. Ich finde maritime Stile bei Kinderzimmern immer sehr schön und vor allem finde ich, dass schönes Holzspielzeug die schönste Kinderzimmer-Deko ist. Es muss ja nicht alles im Schrank verschwinden, sondern kann hübsch auf der Kommode arrangiert werden.
    Viele Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

  3. Liebe Claire!
    Ein toller Beitrag, da ich selbst Mama eines fast 1-jährigen bin!
    Ich halte auch nichts von dem vielen Plastik Spielzeugen die bei der kleinsten Berührung vor sich hin tudeln und ständig Geräusche von sich geben. Ich finde nämlich nicht, dass dies die Kreativität der Kinder fördert. Wir achten auch sehr auf schönes und „nachhaltiges“ Spielzeug! Die Idee für den preppy Marinestyle könnte ich mir auch in unserem Haus sehr gut vorstellen. Wird sicher in nächster Zeit bald anstehen, da wir noch ein typisches Baby Zimmer mit tanzenden Bären und Schmetterlingen an den Wänden haben!
    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Beitrag, bis dann…
    … alles Liebe, Manuela

  4. Liebe Claire,
    Du hast einige fantastische Inspirationen zusammengesucht. Dieser Prep-Maritime-Stil gefällt mir auch sehr, auch wenn ich ihn nicht selber auf dem Schirm hatte.
    Unser Sohnes Zimmer ist auch nicht so Kleinkind-kitschigbunt. Erstens weil ich es selber grässlich, und zweitens nicht besonders nachhaltig finde.
    Dem Baby und Kleinkind ist es zunächst einmal völlig egal welche Wandfarbe sein Zimmer hat und ob die Vorhänge zur Wickeltischauflage passen, das ist erstmal alles für Mamis Auge.

    Wir haben nach dem Einzug in unser Haus die endgültige Renovierung der Schlafräume noch vor uns, lediglich die Wände wurden nutzungsneutral in einem angenehmen Milchkaffeeton gemalert. Da ich es unsinnig finde ein Babyzimmer makellos matchy-matchy neu einzurichten, nur um nach 3-4 Jahren eine neue Einrichtung zu kaufen, haben wir das Mobiliar im Kinderzimmer „ausgewählt zusammengesucht“ : Mein alter Schreibtisch, ein viktorianischer Küchentisch dient als Wickeltisch, eine hölzerne Kommode als Stauraum, ein alter runder Beistelltisch als Spieltisch und ein großer weicher Lörmelsessel runden die Gemütlichkeit ab. Das Bett ist aus Naturholz (abseits der Kieferfraktion) ist ein wandelbares – vom Babynest hinab zum gitterfreien Zwergenbett (einfach drollig!). Dieses haben wir von Bekannten übernommen.

    Jedenfalls ist mir wichtig, dass die Zimmergestaltung stilvoll und langlebig ist, gerne weiterhin mit dem einen oder anderem antikem Mobiliar. Die neue Farbwahl steht aber noch nicht wirklich fest. Daher vielen Dank an Dich, liebe Claire, für diese Anregungen!

    Herzlichst,
    Kate.

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