Salzburg präsentiert sich, Teil 1

Im 1. Teil meines kleinen Salzburg-Führers geht es, ganz profan, rund um Kulinarisches,  Shopping und Nachtleben. Aber auch Klatsch und Tratsch dürfen nicht zu kurz kommen. Demnächst könnt ihr weiterlesen über Geschichtliches, Kunst und Kultur. Und auch ein paar Ausfugstipps habe ich für euch.

Der Salzburger Dom. Der Domplatz bietet eine wunderbare Kulisse für den „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen.

  • Kulinarisches

Salzburger Spezialitäten oder die österreichische Küche ganz allgemein ist jede Sünde wert! Neben der typischen Hausmannskost (Schnitzel -nur aus Kalbfleisch und mit Preiselbeeren), dem Schweinsbraten mit Knödeln und Kasnockn, Marillenknödeln und Topfenpalatschinken gibt es auch gehobene Gastronomie. Bekannt sind übrigens die Salzburger Nockerln geworden, ein süßes Gericht aus geschlagenem Eiweiß. Mit Zucker bestreut, sollen sie an die verschneiten Berge erinnern und haben angeblich schon Fürsterzbischof im 17. Jahrhundert begeistert. Ebenfalls eine Salzburger Erfindung ist die Bosna. Anders als ihr Name vermuten lässt, ist die scharf gewürzte und in ein Brötchen eingelegte Bratwurst nämlich nicht aus Bosnien.

Mein Favorit unter den Salzburger Lokalen ist der Stiftskeller St. Peter mit seiner gehobenen Küche im eleganten Ambiente, ehemalig das Gästehaus der Benediktinermönche. Viele Prominente aus Kunst, Kultur und Society haben dort schon das Essen genossen. Vor nicht allzu langer Zeit hat im Peterskeller eine der weltberühmtesten Sopranistinnen ihr Verlobung gefeiert: Anna Netrebko mit ihrem Tenor Yusif Eyvazov. Und, zwar weniger berühmt ;-), auch mein Mann und ich feierten mit unseren Gästen dort nach unserer Hochzeit.

Vom M32 am Mönchsberg hat man eine atemberaubende Aussicht und genießt die hervorragende Küche, gern vor einem Besuch der Salzburger Festspiele. Vor einigen Jahren traf sich dort auch der englische Adel zum Stelldichein: Die Londoner Ärztin Chiara Hunt, deren Mutter Salzburgerin ist, und Rupert Evetts hatten für den Ausklang ihrer Hochzeit diese Location gewählt. Hochzeitsgäste waren Prince William mit seiner Kate, damals noch Middleton.

Zu den bekannten Restaurants zählen noch die  Blaue Gans und Goldener Hirsch, dort muss man aber nicht unbedingt hin

Nach einer Vorstellung der Salzburger Festspiele trifft sich jeder, der gesehen werden möchte, wie oben schon erwähnt, im Café Triangel gegenüber dem Großen Festspielhaus. Dort sieht man während der Proben auch oft Schauspieler und Musiker, deshalb sehr beliebt.

Wer es gern gutbürgerlich haben möchte, ist mit dem Sternbräu in der Griesgasse gut bedient. Hausmannskost und ein wunderschöner Arkaden-Gastgarten begeistern seine Besucher.

Urig geht es hingegen in den großen Hallen des  Augustinerbräus Mülln zu. Das Bier kommt aus Holzfässern und wird in Steinkrügen ausgeschenkt. Zu den Besonderheiten zählt noch, dass man sein eigenes Essen mitbringen darf, aber dort selbstverständlich auch etwas kaufen kann.

Der Stiegkeller wartet mit dem besten Bier (Stiegl Bier) der Welt auf.

Gourmetküche von immer unterschiedlichen Starköchen findet man im Hangar 7 am Flughafen, nämlich im Ikarus.

Die Original Salzburger Mozartkugeln, eine süße Köstlichkeit aus Schokolade, Pistazien, Marzipan und Nougat, wurden vom Salzburger Konditor Paul Fürst kreiert und nach Mozart benannt. (ursprünglich Mozart- Bonbon). Von Hand werden sie in der Konditorei Fürst (Alter Markt) hergestellt und sind nur dort bzw. in mehreren kleinen Dependancen zu erwerben.

Ins Café Tomaselli am Alten Markt geht man, um sich bei einem Verlängerten vom Shopping zu erholen und sehen bzw. gesehen zu werden.

  • Nachtleben

Obwohl Salzburg nicht groß ist, findet sich auch für jeden Nachtschwärmer das passende Lokal. Empfehlen kann ich das Watzmann direkt an der Salzach am Giselakai. Der exklusive Club Take Five in der Gstättengasse (Altstadt) ist ebenfalls immer einen Besuch wert. Der Red Bull Hangar 7 am Flughafen beeindruckt mit einer Outdoor Lounge, von der man eine atemberaubende Aussicht hat. Das Essen kommt dort auch nicht zu kurz. Wiederum in der Altstadt finden Liebhaber von Irish Pubs das O’Malleys am Rudolfskai. Das Carpe Diem am Ende der Getreidegasse hat eine Champagnerbar und eine Lounge aufzuweisen und ist im Übrigen auch Teehaus und Haubenrestaurant. Die Bar Living Room Bazillus findet man am Salzachufer in der Imbergstraße. Das Saitensprung in der Steingasse zieht besonders echte Salzburger an. Im Chez Roland am Giselakai gab es eine Zeitlang einen Prominentenstammtisch umOtto Schenk und Maximilian Schell.

  • Shopping

Was wäre Salzburg ohne seine wunderbaren Shopping-Möglichkeiten? Beim Lanz in der Schwarzstraße direkt auf der der Altstadt gegenüberliegende Seite der Staatsbrücke findet man zu exklusiven Preisen alles, was das Trachtenherz begehrt. Dantendorfer in der Getreidegasse wird vermutlich die Preppies unter euch ganz besonders interessieren. Am Alten Markt präsentiert sich Augarten, Kennern ist es sicher als berühmteste Wiener Porzellanmanufaktur bekannt. Louis Vuitton findet man wiederum in der Getreidegasse. Das Schneiders und die Kleidermanufaktur Habsburg bieten Tracht, gehobenen Preppy Style und Jagdbekleidung. Erwerben kann man die guten Stücke bei Jagd, Sport und Waffen Dschulnigg in der Griesgasse 8, bei Trachten Forstenlechner am Mozartplatz oder bei Trachten Stassny in der Getreidegasse. Unzählige andere Boutiquen (Schuhe, Trachten, Designermode) und entzückende kleine Läden sind in der Altstadt anzutreffen. Wer gerne im Outlet einkauft, begibt sich am besten ins zehn Minuten von Salzburg entfernte McArthur Glen Designer Outlet, mit Einkaufsmöglichkeiten von Marken wie Barbour, Karl Lagerfeld, Jil Sander, Boss und Wolford. Dazu passt auch mein Artikel „Frage an Claire: Kauft die Dame im Designer-Outlet?“ Die berühmten silbrig-blau verpackten Original Salzburger Mozartkugeln kauft man übrigens ausschließlich beim Fürst in der Brodgasse am Alten Markt oder in seinen kleinen Dependancen.

Konnte ich euch im1. Teil Salzburg schmackhaft machen? Dann freut euch auf Teil 2!

4 Gedanken zu „Salzburg präsentiert sich, Teil 1

  1. Liebe Claire!

    Das ist ein sehr schöner Artikel, viele von deinen Tipps wären mir auch eingefallen! Ganz toll!
    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

    Kathi

  2. Liebe Claire,
    da ich ja erst kürzlich das Vergnügen hatte, Salzburg diesmal ein wenig näher kennenlernen zu dürfen, ist Dein Artikel wie ein Throwback!
    Salzburg ist eine unglaublich idyllische kleine Stadt, mit weltgewandtem Flair und traditionellem Charakter. Das Cafe Tomaselli versorgte uns mit einem wunderbaren Wiener Frühstück, das M32 mit einer einmaligen Aussicht (welche nicht nur unseren Tisch sehr erheitert hat…#liebeinsalzburg) und natürlich – unvergessen- die Fürst’schen Mozartkugeln („Wir hätten gerne 22 Stück. 2 davon bitte auf die Hand. Nein danke, nicht in der ūberflüssigen Geschenkkiste. In der Papiertüte reicht, vielen Dank.“ Wie ordinär von uns, aber wir kamen sofort an die Reihe…!!)
    Den Mönchsberg fand ich ebenfalls beeindruckend, und der Stieglkeller-Biergarten (ein Muss für meinen Holden, selbstredend) hatte eine großartige Aussicht auf die Stadt, weniger von oben als von der Seite. Aber wir haben auch wirklich hervorragend Indisch gespeist; zwar abgehend von der Getreidegasse und damit bestimmt für jeden Salzburger eine typische Touri-Destination.
    Die berühmte Bosna haben wir auch probiert, ich fand sie allerdings erheblich überbewertet… Hingegen haben wir bei Azwanger in der Getreidegasse (Mozarts Nachbar) sehr schöne Kulinaritäten gefunden!
    Ich freue mich schon jetzt auf unseren nächsten Besuch, diesmal hoffentlich mit etwas mehr Zeit!

    Herzlichst,
    Kate.

    • Liebe Kate,
      Es freut mich ganz besonders, dass dir Salzburg gefallen hat und du vielleicht wieder einmal einen Besuch dieser wunderbaren Stadt planst.
      Bezüglich Bosna kann ich dir unbedingt den Balkan Grill im Durchgang Getreidegasse-Universitätplatz empfehlen. Das ist eine Salzburger“Institution“ und die Bosna dort ist mit keiner anderen (zB. am Alten Markt) vergleichbar. Aber sie ist sicher nicht jedermanns Geschmack.
      Liebe Grüße,
      Claire

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