Salzburg präsentiert sich, Teil 2

Es geht weiter mit meinem kleinen Salzburg-Guide! Heute möchte ich den Nicht-Salzburgern unter euch einen Einblick in die Geschichte der wunderbaren Stadt im Herzen Österreichs geben. Viel Spaß beim Lesen und beim nächsten Salzburg-Besuch!

  • Geschichtliches

Das Stadtgebiet von Salzburg, der Landeshauptstadt des Bundeslandes Salzburg, war schon in der Jungsteinzeit und galt als Verwaltungszentrum der Kelten im Königreich Noricum.

Unter dem Römischen Kaiser Claudius siedelten sich hier die Römer an; zu dieser Zeit nannte man Salzburg Iuvavum. Als Ergebnis der Völkerwanderung  verblieb zwar die keltisch-römische Bevölkerung, im 6. Jahrhundertwenden die Salzburger mit der Landnahme durch die Bajuwaren konfrontiert. Das „Weißes Gold“ genannte Salz war die wirtschaftliche Basis für den späteren Aufstieg Salzburgs.

Im 14. Jahrhundert dann wurde Salzburg (seinen Namen hat die Stadt durch seine Funktion als Hauptumschlagplatz der Reichenhaller Salzes erhalten) ein eigenständiges Fürsterzbistum im römisch-deutschen Reich.  Fürsterzbischöfe waren waren Bischöfe, die in Personalunion mit ihrer geistlichen Macht auch weltliche Herrschaft über einheitliches Territorium ausübten, dem sie als Landesherren vorstanden.

Im Jahr 1522, währen der Bauernaufstände, verschanzte sich Erzbischof Matthias Lang von Wellenburg in der Festung Hohensalzburg. Damals war Salzburg wegen seines Salz- und Goldbergbaus übrigens eines der reichsten Fürstentümer im römisch-deutschem Reich. Aus dieser Zeit stammt auch die Legende vom Salzburger Stierwascher: Die Stadt war von Knappen und Bauern (Bauernaufstand) belagert, man litt Hunger. Bald war nur mehr ein einziger Stier übrig, der noch nicht geschlachtet war. Nun verfiel der Stadtkommandant auf eine List: Der letzte Stier wurde täglich andersfarbig gestrichen, auf die Stadtmauern getrieben und somit den Aufständischen präsentiert. Dies glaubten nun, die eingekesselten Salzburger hätten noch immer genug zu essen. Schon bald zogen sie daher heimlich ab. Tatsache ist aber, dass die Aufständischen erst mit Hilfe von erkauften Truppen des Schwäbischen Bundes zum Rückzug gezwungen werden.

Auf Lang von Wellenburg folgten in der Barockzeit die Fürsterzbischöfe Wolf Dietrich von Raitenau (welcher Salzburg als repräsentative Stadt sein charakteristisches Bild gab – noch heute sieht die Altstadt so aus wie damals) und sein Cousin Markus Sittikus von Hohenems, Die verwandtschaftlichen Beziehungen hielten letzteren aber nicht davon ab, den eigenen Cousin in strenge Einzelhaft zu nehmen, zuerst auf der Festung Hohenwerfen, später in der Festung Hohensalzburg.

Danach kamen die Fürsterzbischöfe Paris Graf von Lodron und Leopold Anton von Firmian. Unter diesem wurden auch die letzten Salzburger Protestanten zur Emigration gezwungen. Unter Hieronymus Colloredo von Wallsee und Mels kam es zu einer Blütezeit von Wissenschaft und Kunst.

1805 und endgültig 1816 wurde Salzburg, das bis dahin ein eigenständiges Fürsterzbistum war, dem neuen Kaisertum Österreich zugeschlagen. Der im 18. Jahrhundert lebende Wolfgang Amadeus Mozart war somit kein Österreicher, sondern ausschließlich ein Salzburger.

Zur Zeit der Monarchie kam es im Kronland Salzburg zu einem stetigen Aufschwung des Landes. 1909 eröffnete Kaiser Franz Joseph die Tauernbahn vom Tauerntunnel bis Kärnten, wovon man Anschluss in die südlichen Kronländer hatte.

Während der Nazi-Zeit wurde Salzburg zum Reichsgau, nach dem dem 2. Weltkrieg kam Salzburg unter amerikanische Besatzung.

Heute gilt Salzburg als bedeutende Tourismusstadt Österreichs. Die Altstadt wurde 1997 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Womit assoziiert ihr Salzburg?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.