Salzburg präsentiert sich, Teil 3

Der dritte Teil meines Salzburg-Guides wird die Kunst- und Kulturliebhaber unter euch freuen. Salzburg ist neben Wien bekannt für seine wunderschönen barocken Bauwerke und berühmt für sein reiches kulturelles Angebot.

Die barocke Kollegienkirche

  • Kunst und Kultur

Das Wahrzeichen der Stadt Salzburg ist die Festung Hohensalzburg. Im 11. Jahrhundert erbaut, war sie Rückzugsort der Fürsterzbischöfe im Dreißigjährigen Krieg. Paris Graf Lodron ließ alle Holzwehrgänge, Erker- und Turmaufsätze entfernen Durch massive Aufrüstung der Bollwerke der Festung, gelang es, Salzburg vor Angriffen zu schützen. Die Festung erreicht man durch steile Fußwege oder man gönnt sich die bequeme Fahrt mit der Festungsbahnoder via Mönchsbergaufzug. Die Festung Hohensalzburg kann besichtigt werden (Fürstensaal, Foltekammer, Wehrgang, Salzmagazin), außerdem finden dort regelmäßig Konzerte statt.

Das Museum der Moderne hat zwei Standorte, Der eine befindet sich in der Altstadt – Rupertinum – , der andere auf dem Mönchsberg. Es werden Wechselausstellungen internationaler und österreichischer Kunst der Gegenwart und der klassischen Moderne gezeigt.

Das Salzburg Museum in der Neuen Residenz, ist ein Museum für Kunst- und Kulturgeschichte von Stadt und Land Salzburg.

Die Fürsterzbischöfe vereinten geistliche mit weltlicher Macht, daherist es nicht weiter verwunderlich, dass Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau für seine Geliebte Salome Alt ein Schloss außerhalb der damaligen Stadtmauern Salzburgs erbauen ließ. Dieses Schloss hieß damals Schloss Altenau, wurde aber später umbenannt in Schloss Mirabell. Gemeinsam mit Salome Alt hatte Wolf Dietrich übrigens fünfzehn Kinder. Heute werden die Räumlichkeiten von der Salzburger Stadtverwaltung genutzt. Dort findet man das wohl schönste Standesamt Österreichs, der ehemalige Prunk- bzw. Marmorsaal dient als Trauungssaal. Auch mein Mann und ich haben dort den Bund fürs Leben geschlossen ;-)

Ein Muss für jeden Salzburg-Besucher ist Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse 9. Die Familie Mozart lebte dort26 Jahre, bevor sie in „Mozarts Wohnhaus“ am Makartplatz umzog. Das Geburtshaus ist heute ein Museum und zugleich „Pilgerstätte“ für jeden Touristen.

Im Haus der Natur, einem Naturkunde- und technischen Museum kommen Besucher voll auf ihre Kosten. Weltberühmt sind die Dioramen genannten Schaukästen, in denen Szene mit Modellfiguren dargestellt werden.

Die berühmteste Gasse der Salzburger Altstadt ist die Getreidegasse. Die hohen schmalen Häuserreihen mit schmiedeeisernen Zunftzeichen vermitteln samt den vielgestaltigen Durchhäusern und Innenhöfen das Bild einer mittelalterlich geprägten Straße.

Das Domquartier ist ein Museumskomplex, welcher weltliche und sakrale Kunstsammlungen mit der Präsentation von Bauwerken vereinigt. Das Domquartier umfasst unter anderem die Residenzgalerie.

Die barocke Kollegienkirche ist die Kirche der Salzburger Universität (Paris-Lodron-Universität) und ist genau wie der Salzburger Dom ein Bauwerk des Barockarchitekten Fischer von Erlach.

Im Salzburger Landestheater am Makartplatz kann man traditionelles sowie zeitgenössisches Schauspiel, Oper, Operette und Musical sehen. Apropos Musical: das bekannte Musical  „The Sound of Music„, das sich um die Trapp-Familie dreht, ist bei den Einheimischen nicht populär. Kritisiert wird hautsächlich, dass es das Bild von Österreich etwas verkitscht. Besonders beachtenswert ist besonders das Bild, in dem die Trapps aus Salzburg fliehen und sofort nach Überquerung des Untersbergs (interessant für Wanderer und Bergsteiger) die Schweiz erreichen ;-)

Zuletzt ziehen seit 1920 die Salzburger Festspiele im Juli und August zahlreiche Besucher aus Österreich und der ganzen Welt an.Die bessere Gesellschaft Österreichs gibt sich dort besonders bei Premièren ihr Stelldichein. Die Festspiele mit ihren hochkarätig besetzten Aufführungen von klassischer sowie zeitgenössischer Musik und darstellender Kunst gelten als das weltweit bedeutendste Festival. Markenzeichen der Festspiele ist der Jedermann am Domplatz. Und was trägt man bei den Salzburger Festspielen? In meinem Artikel „Frage an Claire: Outfit für die Salzburger Festspiele“ findet ihr die Antwort. Was ich selbst getragen habe, könnt ihr hier und hier sehen.

2 Gedanken zu „Salzburg präsentiert sich, Teil 3

  1. Liebe Claire,

    mit auch angeregt von deinen Beiträgen habe ich heuer zwei ganze Sommerfrischewochen in Österreich verbracht und meiner Familie unter anderem Salzburg wie eine Touristin näher gebracht. Gewandet ausschließlich in Ausseertracht (hihi) erkundeten wir das historische Zentrum und unser persönliches Highlight, die Hellbrunner Wasserspiele mit Schloss, letzteres übrigens nett didaktisiert für Kinder. Übernachtet haben wir im ehemaligen Wohnhaus der singenden Trappfamilie, dem einzigen „real historic place“, laut Hotelbroschüre. Ausflüge nach Fuschl und Ischl rundeten die herrlichen Tage ab. Was mir allerdings negativ aufgefallen ist: Die Leute (auch meine Freunde) waren untertags eher sehr leger und strandmäßig gekleidet. Dafür im Festspielhaus bei einem Mahler-, Bergkonzert unter der Woche „aufgedutscht“ mit Glitter und Glimmer und Pailletten…
    Liebe Grüße,
    Sanne

    • Liebe Sanne,

      Freut mich, dass ich dich ein bisschen inspirieren konnte. Es ist seht abwechslungsreich, einmal in die Rolle des Fremdenführers zu schlüpfen.
      Schloss Hellbrunn ist übrigens auch eines meiner Favoriten, manchmal einfach nur zum Spazierengehen mit den Kindern, die jedes Mal wieder von den Wasserspielen angetan sind.
      Ich denke ja immer, in Salzburg gibt es zwei Kategorien von „Stiltypen“: die einen tragen Leiberln oder Hoodies, Jeans (am beliebtesten ist der Neunzigerjahre-Style), Sneakers, ohne irgendeine auch noch so klitzekleine Ambition, sich vorteilhaft und ein wenig chic anzuziehen. Hauptsache jedem wird gezeigt, dass man für Oberflächlichkeiten wie Mode keine Zeit hat, nach dem Motto „Was billig ist, schaut auch billig aus“.
      Die andere Gruppe ist eher klassisch/preppy/trachtig unterwegs und legt Wert aufs Äußere.
      Dazwischen gibt es leider nicht viel.

      Liebe Grüße,
      Claire

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