Schreiben mit Stil – Elegant per Post

Was macht man, wenn man sich für eine Einladung bedanken, selbst eine verschicken möchte oder einfach nur ein paar persönliche Zeilen schreiben will? Ganz einfach, man greift zu Briefpapier und Füllfeder.

Zumindest in der Theorie, denn heutzutage ist es doch viel unkomplizierter, ein Email oder ein SMS zu schicken. Schneller geht es auf alle Fälle, doch ist es wirklich stilvoll, die ganze schriftliche Kommunikation nur mehr auf Computer, Smartphone oder Tablet auszulagern?

Die haben schon lange ihren Siegeszug angetreten, ist es doch überaus praktisch, neben dem Tippen eines Emails im Internet zu surfen. Neben dem Wischen am Smartphone rührt man im Kochtopf, und mit den Büchern hat man es jetzt auch viel einfacher. Entweder benützt man einen eBook-Reader oder kauft ein Hörbuch und lässt sich gleich vorlesen – aber bitte nebenbei noch etwas anderes erledigen – Multitasking ist gefragt. Das Tippen wird auch schon sehr vereinfacht, schlägt doch das Smartphone gleich die passenden Wörter vor. Die eigene Handschrift gerät somit in den Hintergrund, wir verlernen zu schreiben.

Elegant per Post

Schreiben mit Stil

Eine Folge sind Tendenzen, die Schreibschrift abzuschaffen und nach dem Erlernen der Blockschrift an den Schulen nur mehr die sogenannte Basisschrift zu lehren. Dem Schreibfluss zuliebe werden hier zwar einige Buchstaben verbunden, im Grunde ist sie aber simpel und optisch nicht sehr ansprechend. In einigen Ländern wurde dies schon umgesetzt, im Kanton Zürich wird die Abschaffung der „Schnürlischrift“, wie die Schreibschrift in der Schweiz genannt wird, zumindest diskutiert.

Vielleicht wäre es einfach an der Zeit, wenigstens ab und zu noch mit der Hand zu schreiben, der Handschrift zuliebe, aber vor allem wegen des Stils. Wie viel schöner ist es doch, ein handgeschriebenes Einladungskärtchen zu bekommen, als ein Email, das auch noch an zwanzig andere Einzuladende verschickt wurde! To-do-Listen, Einkaufslisten, Kalender, Notizen sind optisch viel ansprechender in einem schönen gebundenen Büchlein.

Kürzlich wollte eine Leserin wissen, ob sie für ihr eigenes Briefpapier nur ihre Initialen, oder aber ihr Familienwappen verwenden soll. Beides ist hübsch, und wenn man ein eigenes Wappen hat, gibt es nicht so viel Gelegenheiten, es zu zeigen. Beim falschen Adressaten kann so etwas allerdings schnell als Arroganz ausgelegt werden.

Abschließend möchte ich noch an ein paar grundsätzliche Dinge zum Thema „Schriftliche Kommunikation“ erinnern, es gibt hier nämlich immer wieder kleinere und größere Probleme. Besonders ärgerlich sind ausbleibende Terminbestätigungen. Erhält man auf eine Einladung zu einem bestimmten Datum keine Antwort, kann das ja vieles heißen. Muss man sich darauf einstellen, dass die Person nicht kommt, sie das Einladungsemail noch gar nicht gelesen hat, natürlich gern kommt und das für sie so selbstverständlich ist, dass sie glaubt, gar nicht erst zusagen zu müssen? Vielleicht heißt es aber auch, es noch nicht genau zu wissen und erst mit dem Terminkalender, Mann, Babysitter oder wem auch immer abklären zu müssen? Dass es eine Grundvoraussetzung für guten Stil ist, sich für erbetene und erhaltene Leistungen zu bedanken habe ich schon einmal erwähnt, lest dazu meinen Artikel „Frage an Claire: In eigener Sache…“.

Besonders schön, aber leider schon fast aus der Mode gekommen, ist es, sich am Tag nach einer Einladung noch einmal mit ein paar handschriftlichen Zeilen und einem Blumenstrauß zu bedanken.

Liebe Leserinnen und Leser, wie seht ihr das ? Bevorzugt ihr die praktische Kommunikation via SMS und Email? Oder darf es manchmal auch ein edles Briefpapier in Verbindung mit einer schönen Handschrift sein?

33 Gedanken zu „Schreiben mit Stil – Elegant per Post

  1. Ein Thema, das mir am Herzen liegt. Ich schreibe so oft auch nur irgendwie passend ist mit Füller in Schreibschrift auf Papier. Oder mit anderen schönen Stiften, die schon den Umschlag zu etwas besonderem machen.
    Schöngeschriebene Grüße sendet Dir
    Ines

    • Liebe Ines,
      Das finde ich wunderbar! Ich schreibe am liebsten mit der Füllfeder, da sieht meine Handschrift noch am schönsten aus – hoffe ich zumindest;-)
      Liebe Grüße,
      Claire

  2. Werte Countess, Mylady

    Es geht doch wirklich gar nichts über Handschriftliches!
    Alleine dies genügt bereits und die Aufmerksamkeit des Empfängers gegenüber dem Sender ist ungleich grösser – Ein Tipp aus der Praxis (für Wohnungssuchende): Bedanken sie sich nach der Besichtigung nächsten Tags mit ein paar Zeilen. Ich durfte damals aus allen fünf Wohnungen welche ich besuchte, auswählen.

    Sollten sie noch „Spezialitäten“ verwenden, dann bleiben sie immer im Gedächtnis (Tatsächlich wurde mir ein Jahr später wiederum eine Wohnung angeboten).

    Statt eines gedruckten Familienwappens verwende ich einen Prägestempel. Dieser ist diskret und fällt erst auf den zweiten Blick auf.

    Ja, ich schreibe gerne! Und bedaure, dass ich mir nicht mehr Zeit dazu nehme. Emails sind ja so viel einfacher und ich kann nebenher – wie erwähnt – Protokolle schreiben und / oder Exceltabellen füllen.
    Meine Tochter ist neidisch auf meine Handschrift welche ich jedes Mal mit „Übung macht den Meister“ kommentiere – welches wiederum mit Augenrollen beantwortet wird. Dennoch habe ich sie schon dabei erwischt wie sie heimlich übt.

    Heute Abend setze ich mich wieder an einen Brief. Wofür hat man schliesslich Brieffreunde?

    Hochachtungsvollst
    The Major

    • Lieber Major,
      Das ist wirklich ein wunderbarer Tipp, sich nach der Wohnungssuche am nächsten Tag schriftlich zu bedanken! Ich habe diesbezüglich zwar keinen Bedarf, weiß aber, dass Wohnungssuche/Kontakt mit Verwaltungen speziell in der Schweiz ein bisschen kompliziert ist. Man kann sicher punkten, wenn man ein paar persönliche Zeilen schreibt.
      Ein Prägestempel ist eine schöne Alternative zum Familienwappen, welches wirklich nicht bei allen Adressaten gut ankommt ;-)
      Liebe Grüße,
      Claire

  3. Ich finde Handgeschriebenes auch wunderschön und freue mich, dass ich zumindest zu meiner Großmutter nach wie vor in Briefkontakt stehe.
    Zwei Fragen hätte ich: Haben Sie Tipps, wie man seine Handschrift verbessern kann?
    Was raten Sie in dem von Ihnen beschriebenen Fall, dass geladene Gäste nicht rückmelden, ob sie der Einladung folgen? Nochmals nachfragen? In welchem Zeitraum?
    Vielen Dank schon mal und ganz herzliche Grüße!

    • Liebe Vanillavandula,
      Zu Ihrer ersten Frage kann ich leider keine Tipps geben. Ich denke, die Handschrift ist etwas sehr Persönliches und sollte auch gar nicht wirklich verändert oder verschönert werden.Auf jeden Fall ist aber die Wahl des Schreibgerätes wichtig. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man mit einer Füllfeder sicher schöner schreibt als mit einem Kugelschreiber. Ich selbst schätze es, wenn das Papier eher weich ist und die Feder dick, denn Kratzgeräusche stören mich.
      Auch zur zweiten Frage kann ich pauschal keine Antwort geben. Es kommt ganz auf die Umstände an, auch auf das Maß der Vertrautheit mit dem Eingeladenen, die Dringlichkeit (muss ein Tisch im Restaurant reserviert werden, eine Konzertkarte gekauft werden, oder aber handelt es sich um eine Einladung zu sich nachhause?). Natürlich ist es sehr ärgerlich, wenn man auf eine Einladung keine Rückmeldung erhält. Trotzdem sollte man versuchen, das Ganze möglichst gelassen zu sehen. Meistens steckt ja bei so einer ausbleibenden Terminbestätigung keine böse Absicht dahinter. Darum plädiere ich dafür, dass man beim Nachfragen stets nett und höflich beleibt, man möchte dem Anderen ja schließlich nicht die eigene Organisiertheit im Gegensatz zum Chaos des Anderen vorführen.
      Liebe Grüße,
      Claire

      • Hallo,

        ich möchte noch etwas zur Beantwortung der ersten Frage beitragen.

        Ich denke, wenn man das Ziel verfolgt (seine Handschrift zur verbessern), dann ist es ein Stück harte Arbeit , aber nicht unmöglich. Ich möchte hierzu auf Youtube verweisen, dort gibt es einige Anleitungen dazu. Auch von der Kinesiologie gibt es eine Übung: die liegende Acht mehrfach hintereinander malen, wichtig ist dazu auch ein geeignetes Schreibgerät. Ich tendiere zu einem weichen Bleistift. Dies wurde von der Grundschullehrerin meiner Tochter propagiert. Obwohl ich von der Benutzung der Bleistiftes nicht begeistert war, war ich später doch davon überzeugt.

        Viel Glück und Erfolg, Vanillavandula!

        Liebe Grüße Sue

          • Vielen Dank für die Antworten und Tipps! Die achten male ich nun bisweilen, mal abwarten, ob sich Erfolge zeigen!
            Herzliche Grüße!

  4. Liebe Claire,

    ich finde es schön, dass Du dieses Thema aufgreifst. Noch vor zwanzig Jahren, zu Grundschulzeiten, hatte ich eine Brieffreundin. Wir haben uns jede Woche, handschriftlich und seitenweise, geschrieben. Zu Weihnachten, zu Ostern, zu Geburtstagen, Geburten und Jubiläen haben wir früher immer die besten Wünsche per Post und in Form einer handbeschriebenen Karte bekommen.

    Es macht mich so traurig, dass es heutzutage kaum noch üblich ist, per Karte oder per Brief einzuladen oder zu gratulieren. Ich bin da eine große Verfechterin. Ich verschicke jedes Jahr zu Weihnachten dutzende handgeschriebene und selbst gestaltete Weihnachtenkarten mit persönlichen Wünschen und Anekdoten. Erstaunlicherweise freuen sich alle immer riesig darüber, sind aber auch verwundert, dass ich mir „so viel Mühe“ mache. Auch zu jedem anderen Anlass greife ich zum Füller und schreibe persönliche Worte auf.

    Es macht mich schon traurig, dass ich nur noch selten persönliche Briefe und Karten bekomme. In dieser schnelllebigen Zeit gibt sich niemand mehr die Mühe. Ich finde es so fürchterlich, wenn Leute mit per E-Mail, SMS, WhatsApp oder Facebook gratulieren oder frohe Feiertage zu wünschen. Wenigstens rufen viele an. Immerhin.

    Herzliche Grüße aus Frankfurt
    Anna

    http://stil-box.net/

    • Liebe Anna,
      Ich bin ganz deiner Meinung. Es sieht einfach alles viel hübscher aus, wenn es mit einer schönen Feder geschrieben wird. Ich selbst tippe natürlich sehr viel am Computer, und auch die von mir erwähnten Listen sind so furchtbar praktisch, wenn man sie am Smartphone immer bei sich hat. Aber ich versuche immer, meinen Kindern ein Vorbild zu sein und möglichst viel mit der Hand zu schreiben – auch wenn meine Schrift keiner lesen kann ;-)
      Es ist gar nicht so einfach, bei den Facebook-Gratulationen nicht mitzumachen, das könnte leicht missverstanden werden – wenn dann nicht eine persönliche Glückwunschkarte per Post oder ein Anruf folgt.
      Liebe Grüße,
      Claire

  5. Liebe Claire,
    zunächst einmal freue ich mich sehr Deinen Blog entdeckt zu haben. Unerhörterweise hat er mich zuweilen schon von der Arbeit abgehalten, er ist kurzweilig und interessant, ja sogar inspirierend!

    Zu Deinem aktuellen Thema kann ich folgendes beitragen:
    Ich persönlich schreibe sehr gerne Briefe ode Karten, nur mangelt es für ersteres leider oft an Zeit. Die Reaktion der Empfänger ist gleichermaßen Überraschung wie Rührung und Freude! Leider bekommt man nicht allzu selten eine profane Kurzmitteilung übers Telefon als Dankeschön, wenn überhaupt.

    Zu unserer Hochzeit im vergangenen Jahr schrieben wir in die Einladung klassischerweise „u.A.w.g. bis zum Datum x“. Tatsächlich gab es Personen, die uns ihre Zusagen erst bei konkretem Nachfragen Tage nach der deadline gaben. Man hatte es nicht für notwendig erachtet zuzusagen, nur bei Absagen hätten sie sich gemeldet. Aber wie soll man als Gastgeber planen?! Tischordnung? Speisen und Getränke? Ist denn das -ich würde meinen allgemeinhin bekannte- Kürzel „u.A.w.g.“ inzwischen so veraltet und ignorierungswürdig?!
    Traurig, wie sich die zwischenmenschliche Kommunikation verändert hat.
    Ein großes Thema!

    Herzliche Grüße,

    Katrin.

    • Liebe Katrin,
      Vielen Dank für deine Worte. Es freut mich riesig, dass dir mein Blog gefällt und sehe es als großes Kompliment an, dass er dich schon mal von der Arbeit abgehalten hat ;-)
      Ich kann nachvollziehen, wie furchtbar ärgerlich es ist, wenn das u.A.w.g. oder r.s.v.p. bis zu xxx einfach nicht beachtet wird und man dann nachtelefonierend muss. Die Erklärung, man hätte geglaubt, sich nur bei einer Absage melden zu müssen, ist mir auch nicht unbekannt.
      Veraltet ist das r.s.v.p. bzw. u.A.w.g. aber keineswegs!
      In der Antwort auf den Kommentar von Vanillavandula weiter oben habe ich geschrieben, dass man bei diesem Nachtelefonieren, so nervtötend es auch ist, trotzdem nicht seine „moralische Überlegenheit“ in Sachen Terminkoordination, Benehmen vorführen soll.
      Ich freue mich noch auf viele weitere, ebenfalls inspirierende Kommentare, von dir!
      Liebe Grüße,
      Claire

  6. Tatsächlich sind viele Menschen sehr verblüfft, wenn sie einmal edel gestaltete Post erhalten und freuen sich unbändig darüber. Was mir aber schon des Öfteren positiv aufgefallen ist: Man bekommt dann manchmal von diesen Personen auch schön gestaltete Karten/Einladungen sozusagen „retour“, gerne auch mit Versiegelung am Kuvert. À propos: Statt eines Präge – oder Druckwappens am Briefpapier selbst böten sich auch Siegelwachs und Wappenring an.

    • Liebe Frau Dr. Haselbeck,
      Das ist ganz meine Meinung. Es ist wirklich schön, Handgeschriebenes, edel verpackt, zu bekommen und auch selbst zu verschicken.
      Liebe Grüße,
      Claire

  7. Hallo liebe Claire,

    ich habe ja angedroht, daß ich hier auch mal vorbei schaue ;-) Da bin ich.

    Wie sehr verstehe ich Deine Zeilen, vor allem, weil ich zu den Menschen gehöre, die immer noch Papier den Vorzug geben, auch wenn ich mich moderner Kommunikation nicht verwehren kann. Aber es vergeht (auch dank meines Berufs) fast kein Tag, an denen ich nicht meinen Füllfederhalter zur Hand nehme. Sogar Einkaufszettel schreibe ich mittlerweile ausschließlich wieder mit Tinte.

    Es ist eine Schande, daß man in der Schule keinen Wert mehr auf Handschrift legt, gerade in der heutigen Zeit. Umso schöner, wenn es noch Menschen gibt, die handgeschriebenes zu würdigen wissen. Egal wie schön oder wenig schön eine Schrift ist, es zählt doch daß sie vor allem eins ist: Handgeschrieben.

    Ich nehme mir gerne die Muße und die Zeit, etwas von Hand zu schreiben, entschleunigt das doch auch den Alltag ;-) Und wenn es beim Empfänger auch noch gut ankommt, umso schöner.

    Ansonsten verbleibt mir nur noch zu sagen, daß Du einen tollen Blog hast. Weiter so! Man liest sich sicher hier oder da….

    Bis dahin, viele Grüße
    S.

    • Lieber hozzenplozz,
      Es freut mich riesig, dass du meinen Blog nun auch kennst und er dir gefällt. Natürlich schreibe ich weiter, aber Instagram hat schon etwas Ablenkungspotential ;-)
      Meine Handschrift ist leider nicht ganz so schön, ich versuche aber, mit der Wahl des richtigen Füllers und Papiers einiges wettzumachen. Man ist wirklich sehr verleitet, alles nur mehr zu tippen, weil es ja so praktisch ist. Aber ich bemühe mich, auch alltägliche Dinge wie die diversen Listen mit der Hand zu schreiben. Was natürlich nicht immer gelingt ;-)
      Liebe Grüße,
      Claire

  8. Hallo,

    meine Tochter hat in den nächsten Tagen Geburtstag und es kommen bei uns immer handgeschrieben Glückwunschkarten an, auch basteln wir gerne solche Karten und Schreiben dann hinein. Von den vielen Urlaubskarten ganz zu schweigen. Wir schreiben!

    Mein Mann hat für die Arbeit auch einen Füller sich zugelegt/gewünscht. Ich wusste gar nicht, dass es von Pelikan solch teuren Füller gibt. Gibt es.

    Meiner Tochter habe ich auch ein Kalligraphie-Set geschenkt, was aber im Moment etwas weiter hinten liegt…..

    LG Sue

  9. Liebe Claire,
    es wundert mich gar nicht, dass quasi alle Deine LeserInnen das handgeschriebene Wort schätzen, auch wenn es anderernorts ein wenig aus der Mode zu kommen scheint. Von mir also nur ein „ich auch“ und die Anmerkung, dass ich auf eine Dankeskarte nach einem sehr schönen Dinner einmal eine Karte zurückbekam, in der man sich überrascht für meine Karte bedankte! ;)
    Liebe Grüße
    Amalia

    • Liebe Amalia,
      Es freut mich, dass du das auch alles so siehst!
      Es ist wirklich eine sehr schöne Geste, sich nach einer Einladung schriftlich zu bedanken.
      Liebe Grüße,
      Claire

  10. Liebe Claire,
    vorweg: Ihren Blog finde ich ganz hervorragend und lese immer wieder gerne darin!
    Als Person, die aus einer Familie kommt in der das geschriebene Wort seit jeher groß geschrieben wird begrüße ich diesen Beitrag ganz besonders. Mein Schriftbild hat sich ja im Laufe der Zeit verändert, allerdings kann ich behaupten noch immer eine recht schöne Schrift zu haben, allerdings schreibe ich grundsätzlich mit einem Füller. Das muss nicht zwangsläufig ein teures Stück sein, hauptsache er liegt gut in der Hand und die eigene Handhaltung und das Schriftbild wird nicht negativ beeinflusst.
    Leider geht das übermitteln handschriftlicher Nachrichten immer mehr verloren und Briefpapiere, Einladungen, Glückwunsch und Danksagungen seltener im Briefkasten landen. Unsere Familie, die Kinder eingeschlossen wissen Briefe sehr zu schätzen, sie werden über eine lange Zeit aufbewahrt.
    Mein Vater ist einer der letzten Handgraveure in Deutschland und produziert sehr individuelle Briefpapiere und Visitenkarten. Wenn schon das Papier ganz persönlich ist, so schreibt man auch lieber darauf denke ich, schliesslich repräsentiert man damit ja auch ein Stück weit seine eigene Persönlichkeit. Selbst wenn kein Wappen vorhanden ist, so kann man sich mehr oder weniger schlicht präsentieren. Vielleicht eine Inspiration, die weiterverbreitet werden sollte. Davon finden Sie einige unter gravieratelier.de .
    In diesem Sinne: schreiben fördert Sinne und Motorik und erfreut die Angeschriebenen.
    Viele Grüsse,
    Ihre Nicola

    • Liebe Nicola,
      Vielen, vielen Dank für Ihre lieben Worte, es freut mich sehr, dass Ihnen mein Blog gefällt.
      Die Seite werde ich mir auf jeden Fall ansehen, denn ein von Hand graviertes Stück ist etwas ganz Besonderes. Ich bin froh, dass ich jetzt weiß, wo ich das finden kann!
      Liebe Grüße,
      Claire

  11. Liebe Nicola,
    völlig unbegreiflich, dass es keine Handgraveure mehr gibt – wie lange musste ich suchen, bis ich jemanden gefunden habe, der den leicht bauchigen Taufbecher für meine Tochter mit dem nötigen Text versehen konnte. Ist so etwas denn tatsächlich so sehr ungewöhnlich geworden?!
    LIebe Grüße
    Amalia

    • Liebe Amalia,
      ja, leider ist die Handgravur selten geworden. Sogar teure Designerschmuckstücke werden mit Maschinengravuren versehen. Briefpapiere werden auch immer seltener in einer hochwertigen Version gewünscht. Den meisten Menschen scheint billige Chinaware der grossen (meist online-) Versendern von Visitenkarten und Briefpapieren zu genügen. Daher werden Handgraveure immer seltener. Mein Vater ist seit über 40 Jahren selbstständiger Graveur und liebt seinen Beruf so sehr, dass er selbst mit Anfang 70 niemals ans Aufhören denken würde. Ich freue mich immer wieder wenn ich auch Menschen treffe, die besondere Dinge zu schätzen wissen und dazu beitragen alte Handwerkskunst zu erhalten. Nun wissen Sie ja, wo Sie einen Graveur finden.
      Lieben Gruß,
      Ihre Nicola

  12. Liebe Claire,
    vielen herzlichen Dank für diesen tollen Blogpost.
    Das Thema „Handschrift“ erfährt vielleicht langsam sogar ein echtes Revival?!
    Schön wäre es. ;)

    Elektronisch zu kommunizieren ist super effektiv, aber doch leider vollkommen emotionslos, d.h. Informationen schmeisst man so schnell rüber wie sie verloren gehen. Wichtige Inhalte leiden darunter, denn was ist mittlerweile „uncooler“ als eine Einladung oder eine Weihnachtskarte per Email zu erhalten? Da gibt man sich viel Mühe für einen tollen Abend mit Freunden und sendet nur eine Email/SMS? Oder steht hier schlimmstenfalls das gewählte Medium in Relation zur Wertschätzung meiner Person?

    Leider aber haben mittlerweile nur noch sehr wenige Menschen eine „hübsche“ bzw. zumindest lesbare Handschrift, was die Sache nicht unbedingt leichter macht (unabhängig von Papier & Co).

    Und einen Privatsekretär können sich nur wenige leisten… ;(

    Wäre es da nicht eine nette Idee, wenn man das digitale (jederzeit und von überall) mit den einzigartigen Vorzügen/Werten der Handschrift kombinieren könnte? Ich meine so als „digitaler Privatsekretär“.

    Entschuldige bitte diese Eigenwerbung, aber genau das gibt es jetzt auch in Deutschland. Bspw. kann man über http://www.Pensaki.de handschriftliche hochwertige Karten, Einladungen oder sogar Briefe von freundlichen Pensaki Robotern, mit Montblanc oder Lamy Füller, schreiben lassen. Nicht drucken, sonder richtig schreiben….Das Ergebnis ist eine authentische, gut lesbare Handschrift mit tollem Papier und inkl. Versand.

    Natürlich ist selber schreiben das tollste, aber wenn es damit einfach mal nicht klappen sollte… zumindest gibt es jetzt keine Ausrede mehr ;)

    viele Grüsse,
    Katrin

    • Liebe Katrin,
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
      Ich denke, ich wäre schon eine Kandidatin für einen Pensaki Roboter, meine Handschrift ist leider nicht mehr sehr schön – obwohl sie das einmal war, komischerweise…
      Da muss ich gleich mal auf die Webseite schauen, ich hatte ja gar keine Ahnung, dass es so etwas überhaupt gibt ;-) Danke für den Tipp!
      Liebe Grüße,
      Claire

      • Das würde mich natürlich sehr freuen Claire.
        Melde Dich einfach falls Du Fragen haben solltest.
        Für Countess Claire und Ihre Leser gibt es natürlich einmalige Sonderkonditionen, so zum Kennenlernen.
        Den Aha-Effekt bekommt man erst, wenn man ein solches Dokument in den Händen hält. ;)

        liebe Grüße
        Katrin

  13. Hallo Claire,

    finde ich gut, dass du eine Lanze für das gute, altmodische Schreiben hast.
    Wobei altmodisch:

    Bei der ganzen Kommunikationsflut durch E-Mail, SMS, Whatsapp etc. bin ich froh um jeden handgeschriebenen Brief der mich erreicht. Dementsprechend nehme ich mir dafür auch Zeit, hat der/die VerfasserIN ja schließlich ja auch getan.

    Wird mal wieder Zeit für ein Inserat in der Zeitung „Suche Brieffreundin“, oder? :-D

    Gruß
    Sandy

    • Liebe Sandra,
      Danke für deinen Kommentar. Ich sehe alles ebenso wie du. Und an die Zeiten, als man eine Brieffreundin hatte, kann ich mich auch noch gut erinnern ;-)
      Liebe Grüße,
      Claire

  14. Hallo Claire,
    ich bin 23 Jahre alt und sage: „Es gibt noch Hoffnung für die Handschrift und auch für den Füllfederhalter.“ Leider ist der letzte Kommentar schon etwas her und nun mag es so manchen komisch vorkommen, dass ich auch ein paar Zeilen hier hinterlasse. Es ist so, dass ich zu dem Schreiben per Hand und sogar mit dem Füllfederhalter quasi eine besondere Bindung habe. Ich erinnere mich noch gut an den alten Sekretär meiner Großmutter und wie sie immer mit ihrer Brille da saß um mit dem Füllfederhalter die schönsten Weihnachtsgrüße auf das Papier zu bringen. Auch an so mancher Geburtstagskarte erinnere ich mich noch gut und halte diese Karten Heute noch in Ehren. Ich bin auch der Meinung, dass es nicht nur die Handschrift schult sondern auch die Ausdrucksweise. Man denkt schon eine ganze Weile mehr über die Wahl der Worte nach und gibt sich besonders viel Mühe. Früher in der Schule mussten wir sobald uns klar war, dass wir etwas falsch geschrieben haben Bescheid sagen und auf die Lehrerin warten. Sie hat es dann geschafft alles wieder perfekt zu berichtigen und das ohne Durchstreichen und Tintenkiller und wir haben es uns alle abgeguckt!

    Ja es ist schon schön und ich habe nun in diesem Jahr auch vor ein paar nette Zeilen zu Weihnachten und anderen Gelegenheiten zu verfassen. Es ist quasi wie ein Andenken an meine verstorbene Großmutter und Sprüche wie „wer schreibt der bleibt.“ sind ein bisschen tröstlich.

    Liebe Grüße
    Kristin

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