Sommerfrische einst und jetzt

„Die Familie ist zur Sommerfrische am Attersee“, dieser Satz könnte im 19. Jahrhundert genauso gesprochen worden sein wie heutzutage, denn noch immer ist die jahreszeitliche Verlegung des Wohnsitzes von der Stadt aufs Land sehr beliebt; im Grimm’schen Wörterbuch wird sie definiert als „Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit“ oder als „Landlust der Städter im Sommer“. Doch warum ist man eigentlich auf „Sommerfrische“?

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Die Kaiservilla in Bad Ischl, Residenz von Kaiser Franz Joseph I. auf Sommerfrische, © Sigmunds, Wikipedia

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Claires Bibliothek: Die Kunst des stilvollen Verarmens

Wolltet ihr schon immer wissen, wie man auch mit einem kleinen Budget stilvoll über die Runden kommt? Dann seid ihr mit dem Buch „Die Kunst des stilvollen Verarmens. Wie man ohne Geld reich wird“ von Alexander von Schönburg-Glauchau, das ich euch heute in der Rubrik „Claires Bibliothek“ vorstellen möchte, bestens beraten. Es ist zwar schon 2005 im Rowohlt-Verlag erschienen, trifft aber auch heute noch den Nerv der Zeit mit seinem Plädoyer, sein Geld nicht zwanghaft für Statussymbole auszugeben, sondern bewusst zu genießen.

Die Kunst des stilvollen Verarmens

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The British Season – Teil 2

Miss Kate, die Expertin für den British Upper Class Lifestyle, schreibt in ihrer Kolumne über die British Season. Heute geht es weiter mit Teil 2. Habt ihr den ersten Teil verpasst? Dann geht’s hier lang. Kate’s bezaubernden Blog, der sich mit dem englischen Lebensstil befasst, könnt ihr hier sehen. Aber nun begeben wir uns mit ihr ins London der Gegenwart. Vorhang auf für die British Season, die zweite!

The British Season von Miss Kate

Die meisten Veranstaltungen haben in der Tat schon eine jahrhundertealte Tradition, beispielsweise die Henley Royal Regatta seit 1839, The Derby seit 1780 (DAS klassische Pferderennen, in den USA als Epsom Derby bekannt). Royal Ascot blickt auf eine 300-jährige Tradition zurück. Die Regeln sind in etwa die gleichen geblieben.

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Zur British Season gehört auch das Pferderennen in Ascot – hier die Royal Enclosure. Die Herren tragen Cut und Zylinder, die Damen ein knielanges Ensemble und Hut bzw. Fascinator. Näheres gibt’s in meinem Artikel Dresscode Cutaway.

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The British Season – Teil 1

Miss Kate, die Expertin für den British Upper Class Lifestyle, schreibt heute in ihrer Kolumne über die British Season. Ihren bezaubernden Blog, der sich mit dem englischen Lebensstil befasst, könnt ihr hier sehen. Aber nun begeben wir uns mit ihr auf eine kleine Zeitreise ins London der vergangenen Jahrhunderte.

The British Season von Miss Kate

Die „British Season“ vereint alles, was man sich als junges Mädchen, das alljährlich beim Wiener Opernball vor dem Fernsehgerät mit debütierte, für den Sommer an Unterhaltungsprogramm gewünscht hat, umgeben von gut situierten jungen Damen und Herren.

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Damen der Londoner Society auf einem Cartoon im Harper’s Bazaar, ca. 1870: Wer wird vorgestellt, wer ist daheim geblieben, wer wird brillieren, wer wird siegen oder untergehen, und wer hat sein Debüt schon letzte Saison gegeben?

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Frage an Claire: Preppy Schmuck

In der Rubrik „Frage an Claire“ könnt ihr mir jederzeit Mode-, Stil- oder Kniggefragen stellen, die ich gern beantworten möchte. Schreibt einfach ein Email an claire(at)countessclaire.com.

Guten Tag liebe Claire,

Auf Ihrem Blog habe ich den Preppy-Stil kennengelernt und schon viele weitere Anregungen gefunden. Herzlichen Dank hierfür!

„Preppy“ als Modeleitfaden sagt mir sehr zu. Mir gefällt daran besonders, dass es eine nachhaltige, klassisch zurückhaltende, aber doch fröhliche Garderobe ist. Nachdem ich nun so viel Gefallen an Preppy-Kleidern gefunden habe, möchte ich eventuell ein paar wenige passende Schmuckstücke anschaffen, wobei ich allerdings auf „schweren Klunker“ verzichten möchte. Angeblich sollen Perlenohrstecker und „Grossmutters geerbter Schmuck“ unentbehrlich sein. Nun, ich habe von meinem Grossvater Manschettenknöpfe als Erinnerung…

Was ist gemeint mit klassischem, preppy Schmuck? Welche Schmuck-Materialien sind klassisch? Welche Marken sind preppy? Gibt es so etwas, wie ein „Basic Schmuckkästchen“ für Preppies?

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

Mit besten Grüssen,

Sarah

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Frage an Claire: Wie werde ich eine Lady, ohne adelig zu sein?

In der Rubrik „Frage an Claire“ könnt ihr mir jederzeit Mode-, Stil- oder Kniggefragen stellen, die ich gern beantworten möchte. Schreibt einfach ein Email an claire(at)countessclaire.com.

Liebe Claire,

Ich war in den letzten Jahren oft ratlos bezüglich meines Stils und habe unnötigerweise mehr Klamotten gekauft, als ich eigentlich gebraucht hätte. Dabei habe ich immer schon gern Blusen oder Teile getragen, die als klassisch gelten.

Wie kann ich mich als preppy Lady kleiden bzw. wie werde ich eine Lady, wenn ich nicht blaublütig bin? Ich bin nämlich auch nicht in eine Familie hineingewachsen, die mir Traditionen vorgelebt und gezeigt hat, was Qualität und Stil sind.

Als erste Akademikerin in der Familie muss ich mich viel informieren, was Qualität, was zeitlose, langlebige Eleganz ist. Welche Fashion-Vorbilder soll ich haben? Welche Marken sind beständig bezüglich des klassisch-alterslosen/konservativen Stils bzw. trendresistent?

Vielleicht kannst du mir weiterhelfen!

Liebe Grüße

Sophie

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Jackie Kennedy – American Royalty

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Der bootroom im englischen Country House

Englische Country Houses bzw. Estates, wie die großartigen Anwesen der Upper Class genannt werden, sind quasi Garanten für Stil, Vornehmheit und Klasse – und wecken Begehrlichkeiten in uns anglophilen Ladies. Aber es ist nicht nur die Bibliothek, in der unzählige alte, mehr oder weniger wertvolle Bände verwahrt werden, es ist auch nicht das Herrenzimmer mit seinen Chesterfield-Sofas, die den Herrn des Hauses und seine Gäste zum gemütlichen Verweilen einladen. Ein Badezimmer im British Style mag vielleicht etwas kalt und zugig sein, so es noch nicht renoviert worden ist, aber wem würden Badewannen mit Löwenfüßen und goldenen Armaturen nicht gefallen? Ein Ankleideraum gehört selbstverständlich genauso dazu wie ein Aga-Herd und der typisch englische drawing room, das Wohnzimmer mit seinen Chintzsofas und Damastvorhängen, in dem die Grundprinzipien seit Generationen Symmetrie, Mustermix und ererbter Look im Interieur sind.

Doch ein überaus nützlicher Raum sollte nicht vergessen werden: der bootroom. Im Deutschen etwas holprig mit „Stiefelkammer“ übersetzt, bei den Ostküsten-Preppies mud room genannt, ist er längst nicht nur Aufbewahrungsort von Wachsjacken und Gummistiefeln, sondern verrät viel über die Bewohner des Hauses.

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Ein sehr authentischer amerikanischer bootroom, der ohne die Flaggen auch nach England passen würde. Auf Houzz könnt ihr ihn bewundern.

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