Frage an Claire: Wie werde ich eine Lady, ohne adelig zu sein?

In der Rubrik „Frage an Claire“ könnt ihr mir jederzeit Mode-, Stil- oder Kniggefragen stellen, die ich gern beantworten möchte. Schreibt einfach ein Email an claire(at)countessclaire.com.

Liebe Claire,

Ich war in den letzten Jahren oft ratlos bezüglich meines Stils und habe unnötigerweise mehr Klamotten gekauft, als ich eigentlich gebraucht hätte. Dabei habe ich immer schon gern Blusen oder Teile getragen, die als klassisch gelten.

Wie kann ich mich als preppy Lady kleiden bzw. wie werde ich eine Lady, wenn ich nicht blaublütig bin? Ich bin nämlich auch nicht in eine Familie hineingewachsen, die mir Traditionen vorgelebt und gezeigt hat, was Qualität und Stil sind.

Als erste Akademikerin in der Familie muss ich mich viel informieren, was Qualität, was zeitlose, langlebige Eleganz ist. Welche Fashion-Vorbilder soll ich haben? Welche Marken sind beständig bezüglich des klassisch-alterslosen/konservativen Stils bzw. trendresistent?

Vielleicht kannst du mir weiterhelfen!

Liebe Grüße

Sophie

Jacqueline_Kennedy

Jackie Kennedy – American Royalty

Liebe Sophie,

Wenn du dich gern klassisch-preppy kleidest und dir dieser Stil gefällt, kann ich dich nur zur Wahl deiner bevorzugten Stilrichtung gratulieren. Es gibt wirklich modetechnisch nichts Schöneres, als qualitativ hochwertige, langlebige Investment-Pieces anzuschaffen. Dadurch erzeugt man einen gepflegten Gesamteindruck, erspart sich so manchen Shoppingstress und -frust, weil einfach nicht so oft und so viel neu gekauft werden muss, und nachhaltig ist es noch dazu. Trends kommen und gehen, Stil bleibt jedoch.

Du fragst nach bestimmten Marken, die trendresistent sind. Da gibt es zwar einige, aber natürlich lassen sich die Designer immer von den neuesten Trends inspirieren und zeigen auf den Laufstegen für den Alltag meist völlig untragbare Mode. Dazu kommt noch, dass eine gewisse Übersättigung unvermeidlich ist, wenn man bestimmte Markenstücke zu oft sieht. Ein Hermès-Tuch, eine Birkin-Bag oder ein Burberry-Trenchcoat, vielleicht sogar ein Chanel-Kostüm wirken stylingmäßig jedoch Wunder und sind sicher klassisch-alterslos und konservativ. Lies dazu auch meinen Artikel „Frage an Claire: Die perfekte klassische Garderobe?

Jedoch: ein bekannter Markenname geht nicht immer mit guter Qualität einher, und oftmals sind es auch die kleinen, unbekannteren Labels, bei denen man viel Klassisches finden kann. Achte aber auf jeden Fall auf Kleidung in Naturmaterialien (außer vielleicht bei Funktionswäsche zum Sport) und vermeide Schuhe und Accessoires aus Kunstleder. Vielleicht hilft dir auch mein Artikel „Frage an Claire: Braucht die Dame Markenkleidung?“ weiter.

Du suchst Fashion-Vorbilder? Orientiere dich an der eleganten Grace Kelly, der klassisch-preppy gekleideten Jackie Kennedy bzw. an allen, die heutzutage so aussehen, wie es dir gefällt. Und das kann dann ruhig auch Kate Cambridge sein ;-)

Ein weiterer Punkt, den du erwähnst, ist, dass du nicht blaublütig bist. Abstammung kann vielleicht manches erleichtern, ist aber absolut keine Voraussetzung, um eine Lady zu sein – noch weniger, sich wie eine zu kleiden. Dazu empfehle ich dir meinen Artikel „Frage an Claire: Was ist eigentlich eine Dame?

Liebe Sophie, ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Nur Mut, du bist am richtigen Weg!

Liebe Leserinnen, habt ihr noch weitere Tipps an Sophie? Wie denkt ihr in diesen Dingen?

22 Gedanken zu „Frage an Claire: Wie werde ich eine Lady, ohne adelig zu sein?

  1. Werte Sophie, Countess, Myladies

    Da gibt es ja auch noch „Pygmalion“ – von wegen Dame und Blumenmädchen, welche Ihnen sicherlich auch geläufig ist.
    Dennoch: Kleider machen Leute. Und was ist denn nun diese vielgepriesene „Zeitlose Eleganz“?
    Die Herzogin von Cambridge kommt in meinen Augen vielfach ein wenig „altbacken“ daher, doch kann sie es sich wirklich selber aussuchen?
    Ich möchte zu den erwähnten tollen Vorbildern Marilyn Monroe anfügen, wenn das Erscheinungsbild auch mal sexy sein darf.

    Hochachtungsvollst
    The Major

    • Werter Major,

      Ihr Kommentar ist sehr interessant, Pygmalion habe ich schon lange in meiner Bibliothek, habe aber schändlicherweise noch nicht gelesen!!
      Marilyn Monroe soll sich privat etwas anders angezogen haben, als wir sie von ihren Filmen her kennen. Jedenfalls gibt es ein Buch von Pamela Keogh „Are you a Jackie or a Marilyn? Timeless Lessons on Love, Power and Style“, ebenfalls noch nicht von mir gelesen. Dafür besitze ich fünf Audrey-Hepburn-Bücher.

      Liebe Grüße,
      Sophie

  2. Liebe Claire

    Was für eine tolle Frage – es ergeht mir ebenso, als erste und einzige Akademikerin der Familie. Und erst noch Sinologin….
    Leider ist meine Herkunft nicht ganz so blaublütig wie deine, ich stamme aus einer Familie mit vielen Köchen und Metzgern (bin dafür Vegetarierin:)).
    Daher ist es mir umso wichtiger, mich stilgerecht auf jedem Parkett bewegen zu können.
    Jackie O. ist ebenfalls eine meiner Stilikonen, und ich danke dir herzlichst für diesen Beitrag.

    Liebe Grüsse
    Charlotte

  3. Liebe Claire,

    über Deine kundige Antwort habe ich mich sehr gefreut, herzlichen Dank! Ich werde mir Deine Vorschläge überlegen und mir angucken, wie ein Birkin-Bag oder ein Chanel-Kostüm genauer aussehen. Jackie O. Kennedy spricht mich natürlich an, Grace Kelly auch. Übrigens habe ich mal gelesen, dass Jackie viel von Audrey Hepburn abgeguckt hätte. Dein Blog ist natürlich eine große Inspirationsquelle! Meiner Meinung nach ist in dieser Stilrichtung viel Gemeinsames, zum Beispiel wenig „Flatterkleider“ bzw. Oberteile in der gerade trendigen O-Shape, gut aufeinander abgestimmte, stimmige Proportionen und Figurnähe, aber keine „Wurstpelle“, nur um einiges zu nennen, was mir aufgefallen ist. Mehr Konstanz ist die Devise auch für die heutige Zeit, weil Nachhaltigkeit aufgrund knapper werdender Ressourcen nötiger denn je wird.

    Liebe Grüße,
    Sophie

    • Liebe Sophie,
      die Birkinbag sehe ich aus verschiedenen Gründen kritisch:
      a) ist es – herausragende Verarbeitung und Wertbeständigkeit stehen hier ausser Frage – eine absolute IT-Bag, zwar die Königin der IT-Bags aber eine IT Bag. Hermès hat streckenweise wunderbare, weniger beachtete Taschen im Portfolio, die weniger laut „schreien“.
      b) der Preis ist durchaus stolz
      c) die Verfügbarkeit ist begrenzt, abgeschaffte Wartelisten hin oder her.
      d) eine authentische Birkin (oder Kelly) zu bekommen UND dabei zu sparen ist ein schweres Unterfangen.

      Als treue Hermès-Anhängerin kann ich Dir jedoch deutlich zu den Tüchern raten. Diese sind erhältlich, kostentechnisch überschaubar und werten jedes Outfit auf. Ich mag die Maxi Twillies, da sie etwas jünger wirken bei mir als die Carees. Die Twillies sind nicht meine Welt, zu klein, zu mädchenhaft für mich.
      Erwerben: a) in eine Hermès Boutique gehen und kaufen oder b) über den online shop. Aktuell gibt es einige Farbkombinationen, die den genannten entsprechen.
      Von ebay würde ich ebenfalls Abstand nehmen, zu viele Fälschungen. Es gibt ein amerikanisches, sehr bekanntes Forum, in dem man um Authentifizierung bitten kann. Die Mitglieder sind sehr hilfsbereit. Alternativ dazu gibt es rebelle, das von sich behauptet, die Artikel auf Echtheit zu überprüfen- ich persönlich habe von dort noch nichts gekauft.

      Bei Taschen bin ich persönlich ein großer Freund von Longchamp, aber ich gehe mit meinen Taschen eher robust um. Definitiv eine sehr gute, hier weniger bekannte Alternative stellt Mansur Gavriel dar, mein absoluter Favorit.

      Was die Welt mit Michael Kors Taschen hat, ist mir persönlich ein Rätsel.

      .

      • Liebe Kathrin,

        ich habe mich sehr über Deinen Beitrag gefreut, danke!
        Wenn viele IT-Girls mit einer bestimmten Tasche herumlaufen, dann distanziere ich mich gern davon.
        Ich selbst habe etliche Marken angeschaut, manche gefallen mir, zum Beispiel La Martina (die zweifarbigen, die dem Pliage ähnlich sind), The Bridge, Mulberry (Bayswater), evtl. Tory Burch, Tod’s Sella Bag oder eine bestimmte Tasche von Burberry, die vermutlich gut mit einem Karoschal von Burberry kombinierbar wäre. Ich weiß auch nicht, warum MK so beliebt ist, aber vielleicht hat der Jet Set Travel von MK das Zeug zur klassischen Tasche?
        Jetzt durch Deinen Tipp habe ich tatsächlich eine passende Farbkombination bei Hermès gefunden, Ciels Byzantins, allerdings ist das ein Tuch, kein Maxi-Twilly. Anfreunden kann ich mich auch mit einem Tuch. Ist die Seide nicht sehr empfindlich?

        Liebe Grüße,
        Sophie

        • Liebe Sophie

          (hier bitte alle anderen weglesen, der folgende Beitrag schmerzt):

          mein erster Maxitwilly kam mir buchstäblich unter die Räder, will sagen; in die Kette des Fahrrads.

          Meine sehr nette Nachbarin hat ihn mit Gallseife gerettet, während ich von einer Herzattacke in die nächste gerutscht bin.

          Das Ergebnis war tadellos. Der Schal hat zwar noch ein oder zwei kleine schwarze Flecken und an den Stellen, an denen er wirklich mit der Kette verbunden war eine Art „Abschürfung“, aber er ist nicht kaputt. Ich würde also sagen, dass das Material durchaus robust ist, rate aber an, mein Experiment nicht zu wiederholen ;)

          Liebe Grüße

          Kathrin

          • Liebe Kathrin,

            oje, da würde ich auch glatt eine Herzattacke kriegen – auch wenn unangemessen starke Gefühle einem Schal gegenüber vielleicht nicht very ladylike wären. Da muss die Nachbarin aber sehr kundig sein, wenn sie Gallseife genommen hat. Sollte doch wieder meine umweltfreundliche Gallseife öfters benutzen als die chemischen Fleckentferner…
            Mir ist in letzter Zeit Doris Schröder-Köpf eingefallen – sie wird unterschätzt, wenn es ums Stil geht! Es gibt tolle Bilder von ihr auch mit Schals, sehr elegant.
            Leider kenne ich keine einzige Person, die sich so anzieht, da muss ich auf Prominente zurückgreifen. Gestern war ich ausnahmsweise in einem sehr preppy Städtchen, mit vielen Ladies, auffällig viele braune MCM-Taschen. Helle Hosen, rosa Oberteile, auch gelbe Blazer, Perlenstecker. Distinguierte Erscheinung, oft Lächeln auf den Lippen. Unglaublich, wie elegant eine klassische Kragenbluse wirkt im Gegensatz zu üblichen Oberteilen.

            Liebe Grüße,

            Sophie

  4. Liebe Sophie,

    eventuell noch ein konkreter Tipp:
    Um nicht verkleidet zu wirken, empfiehlt es sich, den konservativen Stil zu „brechen“, sprich zu einer Bouclé-Jacke im Chanel-Stil (gibt es als Einstieg z.B. auch von günstigeren Labels wie „more and more“ oder H & M) eine Jeans und Ballerinas zu kombinieren, dazu Perlenstecker und Vintage-(Halb)Edelsteinringe (sparsam dosiert), aber viele Armbänder und Armkettchen anzulegen. Zum konservativen Rock kann man im Gegenzug ein Strickjäckchen über einem lässigen, unifarbenen T-Shirt tragen, falls eine Bluse zu spießig wirken sollte. Diese Basisstücke sind enorm langlebig. Tatsächlich unterliegen aber die Accessoires dem Trend, auch bei Ladys. Zur Zeit fallen mir da, zumindest bei uns in München, spontan Michael Kors-Taschen, Tory Burch-Ballerinas, alles von den Tiffany-Billiglinien (z.B. „Please return to Tiffany“), Hermès-Twillys (das sind die mini-Tücherl, die nicht sooo viel kosten), Burberry-Schals und Louis Vuitton Schlüsselanhänger ein. Diese Kleinigkeiten wirken wie ein Code und sollen dem Gegenüber zeigen, dass man zwar aus privilegiertem „Stall“ stammt, jedoch modisch und trendmäßig auf der Höhe der Zeit ist.
    Viel Spaß beim Recherchieren und Ausprobieren, vielleicht unter dem Mantra: „Nie das Zweitbeste nehmen, immer einen Look kreieren, dabei Spaß haben“!

    • Liebe Sanne, liebe Claire,

      Danke für die konkreten Tipps! Mir fällt schon auf: Hermès-Tücher erwähnt ihr beide, sie sind wohl das Nonplusultra. Warum wohl? Handwerkskunst, edle Seide? Ich habe mir einige online angeguckt, es wird aber schwierig werden, eins zu erwerben. Viele sind in leuchtenden und kräftigeren Farben, die stehen einem hellen Sommertyp wie mir nicht sehr. Meine Akzente sind: Bleu-Rosé-Marine-Weiß/Offwhite. Aber es gibt sicher auch andere gute Marken.
      Wenn ich mir richtig im Bilde bin, ist ein Chanel-Kostüm aus Bouclé-Gewebe. Ich könnte mich mit Tweed eher anfreunden, der wirkt weniger grobmaschig.
      Burberry-Schal: ja, auf jeden Fall!

      Liebe Grüße,
      Sophie

  5. Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und bin dir direkt gefolgt! Du hast einen wirklich klasse Blog und ich mag die Thematik sehr, zumal ich diesen Stil auch lebe :)

  6. Liebe Sophie,
    es gibt immer die Regel, dass man nie zu kurz, zu eng und zu durchsichtig tragen sollte. All das haben Sie ja schon verinnerlicht, mit Ihren Vorbildern. Zu Marken möchte ich aus Erfahrung sagen, dass heutzutage leider auch die Top-Marken Viskose-Polyester-… Mischungen bieten und für einen Blazer gerne mal einen hohen dreistelligen Betrag verlangen. Also Augen auf. Hier möchte ich Ihnen noch einige Quellen verraten: Trench von Aquascutum London, der Erfinder nach deren Darstellung. Nach einem weniger guten Burberry habe ich meinen Aquascutum schon einige Jahre. Seide ist auch wunderschön von Ferragamo, super gut wie Hermes. Beide Marken gibt es bei E-Bay, man muss allerdings die Beschreibung gut lesen und die Bilder bei Bedarf vergrößern, um die Erhaltung der Teile zu sehen. Oft werden ganze Sammlungen verkauft von Erben. Das gleiche gilt für Schmuck, da aber bei Juwelieren und Pfandhäusern kaufen, dann sind Sie sicher. Wenn es nicht unbedingt der Burberry Check sein muß, dann gibt es gute Kaschmir Ware von den altbekannten Häusern Johnstons of Elgin, Pringle of Scotland, Hawick … Ich habe auch einen Burberry aber in blau, denn das camelfarbene Muster kann ich nicht mehr sehen, trägt jeder! Die englischen Hersteller sind auch gut für Blusen (Charles Thyrwitt, Hawes and Curtis oder Thomas Lewin). Die schicken nach D und haben immer sehr gute Sale Angebote. Um noch mehr Tips zu bekommen, empfehle ich „Die Lady“ von B. Rötzel, C. Piras, und „A Guide to Elegance“ von G. A. Dariaux (alt aber immer noch lesenswert).
    Viele liebe Grüße
    Sabine

    • Liebe Sabine,

      herzlichen Dank für die vielen konkreten Tipps! Einen Burberry-Schal in camel wollte ich auch nicht kaufen, aber nur, weil die Farbe für mich unvorteilhaft ist.
      Aquascutum ist mir neu, aber Charles-Thyrwitt-Blusen kannte ich schon länger. Leider konnte ich sie vorher vier Jahre lang nicht tragen, wegen zweimaliger Schwangerschaften und Stillzeiten. Erst jetzt passe ich wieder in die Sachen rein und will meine Garderobe etwas ergänzen. Denn meine studentische Garderobe bestand früher aus weißer, taillierter Kragenbluse, dunkle Marlenehosen und Cardigans mit V-Ausschnitt. Fischgratmanteln, roter Feinstrickschal und fertig. Alles in allem: etwas minimalistisch.
      Der Tipp mit Hermès-Tücher auf ebay ist mir neu, aber ein guter Tipp, danke auch für die Nennung mir noch unbekannter Marken und für den Buchtipp!

      Liebe Grüße,

      Sophie

  7. Sorry liebe Claire,
    hätte ich doch fast vergessen, Sie zu Ihrem informativen und jederzeit lesenswerten Blog zu beglückwünschen.
    Danke für Ihre Arbeit!
    Sabine

  8. Liebe Claire, liebe Sophie!
    Ich liebe die Fragen an Claire und die darauf folgenden Antworten immer sehr. Vielen Dank dafür! Die Kleidung spielt natürlich immer eine große Rolle, doch ich finde, man sollte das Benehmen und den Charakter nicht vergessen. Nach meinem Empfinden ist eine Lady warmherzig, freundlich, großzügig, keinesfalls überheblich und hat einen aufrechten Charakter und weiß die großen und kleinen Krisen des Lebens ohne hysterische Anfälle mit Haltung zu meistern. Was nicht bedeutet, dass sie nicht auch Emotionen zeigen darf, aber die Dosierung ist hier eben entscheidend. Die Geschichte hat uns schon vielfach gezeigt, dass auch weniger hübsche oder teuer gekleidete Damen einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen haben durch ihre Haltung, ihren Charakter und ihr Handeln. In jeder Frau steckt eine Lady, sie muss sich nur trauen, ans Licht zu kommen! In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und dir liebe Claire noch einen wunderschönen Tag.
    Liebe Grüße
    Ina

    • Liebe Ina,

      danke für Dein Kommentar. Ich stimme zu, dass Kleidung nicht alles ist und bei einer Lady das Gesamtpaket stimmen muss. Das wurde schon an anderen Stellen im Blog erörtert. Ich denke, dass Claire und ich uns erst einmal auf klassische Kleidung konzentrieren wollten, da dieses Thema an sich schon umfangreich genug ist.
      Ob ich will oder nicht, muss ich mindestens 365 Mal im Jahr entscheiden, was ich anziehe – seitdem es verboten ist, in der Öffentlichkeit nackt herumzulaufen. Und wollen wir doch Fehlkäufe und kurzlebige Trends vermeiden, dürfen wir uns etwas mehr Gedanken machen über zeitlose Eleganz. Deswegen bin ich noch kein substanzloser oder materialistischer Mensch und keiner, der glaubt, nur mit Markenkleidung wäre ich wer.
      Aber ohne Nennung von Marken – egal, ob Esprit, Zara, hessnatur, Chanel usw. wäre es schwierig, adäquat zu kommunizieren. Wir tauschen manchmal ja auch Erfahrungen aus, davon profitieren viele Leser.

      Liebe Grüße,
      Sophie

  9. P.S. Wollte mich noch kurz zum Thema Haltung und Benehmen einer Lady äußern. Es ist ein hohes Ideal, stets über den Krisen des Lebens zu stehen, Emotionen immer richtig zu dosieren und viele brenzlige Situationen elegant zu meistern.
    Diesem Ideal nachzueifern finde ich gut. Nicht ganz so gut finde ich, wenn man sich selbst mit diesem hohen Anspruch stark unter Druck setzt und auch andere danach beurteilt, ob sie sich jetzt ladylike benehmen oder nicht. Eine Lady bleibt am Ende auch immer noch ein Mensch und Menschen machen halt Fehler, weil sie nicht der liebe Gott persönlich sind.

    Liebe Grüße,
    Sophie

    • Liebe Sophie!
      Ich wollte dir auf keinen Fall zu nahe treten oder dir unterstellen, du seist substanzlos oder materialistisch. Da ich leider nicht über so viele Erfahrungen mit tollen Marken und hochwertiger Kleidung verfüge und dir daher diesbezüglich keine Tipps geben konnte, dachte ich, ich schreibe etwas anderes zum Thema Lady. Und natürlich gelingt es keinem von uns, immer die Beherrschung zu wahren und keinesfalls sollte man andere danach beurteilen oder sich zu sehr unter Druck setzen. Wenn man einen Charakter oder Verhaltensweisen nur spielt oder vorgibt, dann fällt das ohnehin schnell auf und ist dann wirklich peinlich. Und kleine Fehler sind doch meistens auch eher sympathisch. Ich habe mich übrigens auch über die Tipps der anderen Damen gefreut und werde das ein oder andere mal ausprobieren.
      Liebe Grüße
      Ina

      • Liebe Ina,

        danke für Deine freundliche Nachricht, da muss ich mich entschuldigen, weil ich Dich wirklich falsch verstanden habe.
        Ein kleiner Nachteil ist es, wenn man die Leute im Blog noch nicht lange oder nicht persönlich kennt, da kann ich auch falsch eingeschätzt werden oder ich verstehe andere Kommentare nicht so, wie sie wirklich gemeint sind. Zum Glück kommt das nicht so oft vor. Jetzt kann ich Dich ja besser einschätzen :-)

        Liebe Grüße,
        Sophie

  10. Meine lieben Leser,
    Vielen Dank für eure wunderbaren Kommentare! Ich habe mich so gefreut und sie mit großem Interesse gelesen. Danke euch allen für die vielen nützlichen Tipps, die ihr Sophie noch gegeben habt.
    Liebe Sophie, ich bin sicher, für dich ist der eine oder andere wertvolle Hinweis dabei!
    Es tut mir leid, dass ich erst jetzt zum Beantworten komme. Aber die Schulferienzeit ist nicht unbedingt die stillste und erholsamste im Jahr – Mamas werden mich verstehen ;-)
    Liebe Grüße und nochmals Danke an euch alle!
    Claire

    • Liebe Claire, liebe Leser,

      Selbstverständlich habe ich Verständnis von Mama zu Mama :-) Wir haben nur später Ferien :-(
      Ich bedanke mich ebenfalls bei Euch allen, Ihr habt so interessante Tipps gegeben. Ich gehe jetzt mit vielen Ideen schwanger und muss einige sortieren… Ich habe mir selbst daher ein Blanko-Buch kaufen müssen, um einige Überlegungen und künftige Inspirationen aufzuschreiben. Das schweizer Büchlein wartete nur auf mich, denn es steht ein Satz von Coco Chanel auf dem Cover: „Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens“.

      Liebe Grüße,

      Sophie

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