Alles rund um Tartan und Kilt

von Countess Claire

Schon seit längerem wollte ich einen Artikel über Tartans veröffentlichen, ist doch das traditionelle Karo-Webmuster eng verbunden mit dem Preppy bzw. Sloane Ranger Style und passt daher sehr gut zu meinem Blog. Und was liegt da näher, als einen Experten zu Wort kommen zu lassen? Ihr kennt vielleicht den lieben Major McMorghey von einigen Kommentaren hier, er betreibt im Schweizerischen Oberentfelden seine eigene Stoff-Fältnerey und fertigt wahre Meisterwerke an. Lassen wir ihn am besten gleich selbst erzählen, was man über Tartan und Kilt wissen muss.

Vickers Bow Marketing Close Up (1)


Quelle:
Classy Girls Wear Pearls, many thanks to lovely Sarah

Kilt

Der heutige Kilt (und bitte sagen Sie nicht Schottenrock. Dieses Kleidungsstück hat einen Eigennamen wie beispielsweise Dirndl, Smoking, Frack…) hat eine lange Tradition.

Ein Kilt, immer wieder auch im TV (Braveheart, Rob Roy, Outlander) zu sehen, ist ein Kleidungsstück, dem Wickelrock ähnlich, für Männer, welcher typischerweise in Schottland getragen wird.

Das Pendant für die stilvolle Dame wird Kilted Skirt genannt. Der Kilt besteht aus einer ca. 7m langen Stoffbahn, etwa 60cm breit. Daraus wird der Front Apron, die Falten im hinteren Teil und der Inner Apron abgeteilt. Der Kilt für Herren wird auf der rechten Seite mit ein bis zwei Schnallen geschlossen, den Kilted Skirt für die Damen schließt man links.

Der Kiltpin (vielleicht erinnern Sie sich an die grossen Sicherheitsnadeln an den Faltenröcken für Damen) war ursprünglich dazu da, den kleinen Kilt links und rechts auf Hüfthöhe zusammen zu halten. Heute hat der Kiltpin nur noch eine Schmuckfunktion und wird am Front Apron unten rechts getragen.

Tartan

Der Begriff „Tartan“ wird von Übersetzungsmaschinen im Netz mit „Schottenkaro“ übersetzt. Das für Tartans typische Karomuster entsteht beim Weben durch Verwendung von unterschiedlich farbigen Fäden. Ich verwende „Tartan“ aber nur für bei der Scottish Register of Tartans registrierte Muster. So ein Karomuster muss immer symmetrisch sein. Die Anzahl und Farbe der Fäden pro Streifen/Felder ist jedoch dem Designer überlassen. Der einfachste Tartan ist wohl der Rob Roy, welcher ein klassisches Schachbrettmuster aus schwarzen und roten Feldern aufweist. Der aufwändigste Tartan ist der Ogilvie, dieser besteht aus 96 Farben!

Unglaublich ist es, dass es ca. 8000 eingetragene Muster gibt, der Großteil davon ist „frei“, das heißt, er darf von jedermann getragen werden. Grundsätzlich gilt aber, dass jeder Besitzer eines Tartans bestimmen kann, ob nur er diesen tragen darf, welche Weberei diesen weben darf und vieles mehr.

Tartans werden in die Kategorien Family/Clan (zB. Tartan der schottischen Familie Campbell), Personal (Madonna hat ihren eigenen Tartan), Companie (Disney/Pixar haben den Tartan Dun Broch) , District (der Schweiz-eigene Tartan nennt sich natürlich Swiss Red), Fashion (wir alle kennen den Burberry Check bzw. das Barbour-Karo) und Regiment eingeteilt.
Der beliebte Black Watch Tartan hat übrigens seinen Ursprung 1715 nach dem 1. Jakobitenaufstand: Sechs Clans, deren Hunting Tartans aus der Ferne schwarz aussahen, hatten den Auftrag, nach strafbaren Handlungen Ausschau (to keep „watch“ for crime) zu halten. Voilà: Black Watch war geboren.

Eine kleine Auswahl schottischer Tartans

Eine kleine Auswahl schottischer Tartans

Ein bisschen Geschichte

Schon 1200 v. Chr fanden sich in China an mumifizierten Körpern von Kaukasiern Tartanfetzen; auch in Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut fand man Tartanrelikte. In Schottland sind Tartans seit vielen Jahrhunderten in Verwendung, das älteste Fundstück ist das „Falkirk Sett“ aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., ein zweifarbig gemustertes Stoffstück, das als Stopfen für ein Tongefäß mit römischen Münzen verwendet wurde. 1746 führte man den Tartan Act ein, man wollte die Highland-Kultur der Schotten eindämmen, das Tragen von Tartans wurde unter Strafe gestellt, 1782 wurde er aber wieder aufgehoben.

Zu einem Revival kam es dann im 19. Jahrhundert. Das Tragen von Tartans kam in der englischen und schottischen Upper Class in Mode, nicht zuletzt durch Queen Victoria, welche für ihr Liebe zu Schottland bekannt war.

Ein Paar Fachbegriffe

  • Plaid
    Aus dem gälischen „pladjer“ für Decke
  • Belted Plaid
    „Gegürtete Decke“
  • Kilt
    Von den Wikingern „Kiltja“ – gefaltete Decke
  • Clan
    Bezeichnet eine Gruppe von Familien, die ursprünglich eine eng umrissene geographische Einheit bewohnten und die entfernt miteinander verwandt waren (gemeinsamer Ahnherr). Der Clan-Chief war ihr Oberhaupt, er hatte die Aufgabe, seine Gefolgsleute zu verteidigen.
Countess Claire -_

So kombiniere ich meinen Tartanrock.

 

Meine lieben Damen, ich lege euch die Anschaffung eines Stückes mit Tartanmuster wirklich ans Herzen. Der Kilt mag zwar streng genommen ein Kleidungsstück für Männer sein, richtig kombiniert ist der Kilted Skirt aber ein Basic, das in keiner Garderobe einer Lady fehlen sollte.

Besitzt ihr einen Kilted Skirt? Wenn ja, wie kombiniert ihr ihn? Hat euer Partner einen Kilt oder könnt ihr ihn euch im Kilt vorstellen?“

24 Kommentare

Maja 22. März 2015 - 13:26

Eine sehr interessante Zusammenfassung!
Ich habe „nur“ 2 Schals von Burberry und leider sonst nichts im Tartan-Muster. Ich werde es mir aber auf die Merkliste für den nächsten Schottland-Besuch schreiben, denn hier möchte ich mir so etwas nicht kaufen. Das ist ein Kleidungsstück das ich mit etwas verbinden möchte.

Antworten
Countess Claire 23. März 2015 - 09:03

Liebe Maja,
Danke für deinen Kommentar. Auf jeden Fall ist es eine gute Idee, sich einen Tartan direkt in Schottland zu kaufen, es ist doch schön, wenn man das Stück mit einem schönen Urlaub, tollen Erinnerungen etc. verbinden kann.
Liebe Grüße,
Claire

Antworten
misskate 22. März 2015 - 17:03

Ein sehr schönes Thema, liebe Claire!
Tartanröcke gehören meiner Ansicht nach in jeden gut sortierten klassischen Kleiderschrank. Sie passen besonders herrlich in die Herbst- und Winterzeit und widersetzen sich der Tristesse stets durch bunte Farben!
Ich habe sie schon immer gerne getragen, vorzugsweise kombiniert mit Blusen und -je nach Temperatur- mit Pullover oder Strickjacke. Nur fand ich selten einen gefälligen in den Geschäften. Sobald ein neumodisches Karomuster mal wieder saisonal den Weg in die Schaufenster fand, war ich meistens mit sofortiger Wirkung abgeschreckt, da man sich kaum umdrehen musste, um diesem Rock auf der Straße gleich mehrfach zu begegnen.
Daher habe ich schon öfters meine Mutter engagiert, die (bisher) ein glückliches Händchen an der Nähmaschine bewiesen hat. Dadurch kann ich mir den tartan selber aussuchen und habe anschließend ein einzigartiges Kleidungsstück! Erst kürzlich hat sie erst wieder einen Rock fertig gestellt…
Wie Du siehst, ein sehr willkommenes Thema, zumindest bei mir!

Herzliche Grüße, Katrin.

Antworten
Countess Claire 23. März 2015 - 09:08

Liebe Katrin/misskate (klingt nach Instagram, ich habe dich jedoch nicht gefunden),
Ich finde es großartig, wenn man sich selbst etwas nähen kann oder wie in deinem Fall, eine Mama hat, die einem da etwas behilflich sein kann. Ich liebe Stücke mit Tartanmuster auch sehr. Schon ziemlich lang bin ich auf der Suche nach einem Blazer, einem Rock oder auch einem Kleid im Black Watch Tartan. Gern würde ich sehen, zu welchen Kombinationen du greifst.
Liebe Grüße,
Claire

Antworten
misskate 23. März 2015 - 12:31

Liebe Claire,

kein Instagram, ich bin ganz schlicht und einfach privat hier! (Miss Kate ist ein Relikt aus meinen England-Zeiten)
Meine Tartanröcke waren und sind meistens im Pencilskirt-Schnitt (nennt man das so?!?), im Grundton Dunkelblau oder Grün, dazu meistens eine weiße oder hellblaue, oder -ganz gewagt!- eine zartrosa-weiß-karierte Bluse. Darüber ein dunkelblauer Pullover, manchmal Orange oder ein frisches Apfelgrün, je nach Laune und Wetter! Ganz ähnlich wie auf dem Bild oben, kommt zur Winterzeit auch mal ein fröhlicher Norwegerpullover zum Zuge.

Auf einem Spaziergang im grauen Grün oder Herbstlichbunt trage ich am Liebsten dazu meinen cognacfarbenen Strickponcho, Hut und Stiefel.

Zu diesen Röcken lassen sich bei bestimmter Witterung auf dem Land ebenfalls hervorragend Gummistiefel tragen, dieses Vergnügen muss also nicht nur den Herren vorbehalten sein!

Herzliche Grüße,
Katrin.

Antworten
Countess Claire 23. März 2015 - 16:31

Liebe Katrin,
Das ist wirklich schade, dass du kein Instagram-Profil hast. Deine Outfits sind ganz wunderbar, wie ich mich soeben überzeugen konnte. Ich kann mir vorstellen, dass dir der Preppy, British und Sloane Ranger Style gefallen. Und Tartans passen da auch ganz vorzüglich. Zu einem Spaziergang mit Kinderwagen ist ein Strickponcho natürlich perfekt ;-)
Liebe Grüße,
Claire

Antworten
Belinda 23. März 2015 - 11:05

Schöner Artikel.
Was mich noch interessieren würde: Was trägt Mann darunter? Angeblich ja nichts, oder?

Antworten
Countess Claire 23. März 2015 - 11:31

Liebe Belinda,
Ich weiß nicht, ob wir dem Major so eine indiskrete Frage stellen dürfen ;-)

Gerade letzte Woche habe ich ein Interview mit dem schottischen Kilt-Designer Howie Nicholsby gelesen. Er meinte dazu, traditionell werde die Unterwäsche darunter zwar weggelassen, bei ihm sei das jedoch anders. Einen Kilt könne man schließlich nicht jeden Tag waschen. Das werden heutzutage wahrscheinlich viele Männer so halten.

Liebe Grüße,
Claire

Antworten
The Major 23. März 2015 - 11:48

Myladys

:-)
Es wundert mich, dass diese Frage erst jetzt gestellt wird.

Gerne gebe ich Auskunft: Aufgrund unzähliger Bilder, eigenen Beobachtungen und langer eigener Erfahrung kann ich ihnen sagen, dass ca 95% aller Kiltträger Schuhe und Socken darunter tragen.
Dies ist natürlich auch Wetterbedingt und ich habe tatsächlich an Highlandgames auch schon Gummistiefel gesehen.

Ich hoffe ihre Neugierde ist befriedigt und ich konnte ihnen helfen.

Hochachtungsvollst
The Major

Antworten
Countess Claire 23. März 2015 - 11:58

Jetzt musste ich aber herzlich lachen, mein Lieber! :-)))))))))

Antworten
misskate 23. März 2015 - 12:01

Dear Major,

es freut mich, dass damit dieser Mythos endlich aufgeklärt wurde. Das mit den Gummistiefeln war mir allerdings neu!

Herzlichst,
Katrin.

Antworten
The Major 23. März 2015 - 11:06

Werte Countess; Myladys!

Vielen Dank, dass ich ihren Blog bereichern durfte. Ich hatte sehr viel Freude daran den Text zu schreiben.
Einen Kilted Skirt in Black Watch nähen zu lassen bietet keine grossen Schwierigkeiten :-)

Bitte erlauben sie, dass ich den Damen ebenfalls antworten darf.

Werte Maja

Eine wundervolle Idee!
Ich empfehle hier die „Woollen Mill“ an der Royal Mile in Edinburgh. Ein toller Laden!
Doch warum sich nur auf einen Schal beschränken und nicht gleich einen wunderbaren Kilted Skirt zulegen? Die Freude ist ungleich grösser.

Werte Katrin

Mit Tartan Farbe in die Tristesse bringen gefällt mir sehr gut und sei es auch „nur“ mit roten Streifen im Black Watch (was dann einem Mac Donald entsprechen würde).
Mit Tartan können/dürfen auch Männer Farbe stilvoll in ihre Bekleidung bringen und müssen sich nicht auf modisches Glatteis begeben.

Hochachtungsvollst
The Major

Antworten
Cornelia 23. März 2015 - 17:13

Liebe Claire,

vielen Dank für diesen informativen Blog-Post und vielen Dank dem verehrten Major für die fachliche Aufklärung. Man liest so viel wenig fundierte Halbwahrheiten im Internet, daher sehr interessant und anregend dieser Artikel!
Ich selbst traue mich bisher an Tartans nicht heran. Ich bin sehr klein – eher überschaubar – damit sind die großen, farbenfrohen und lebhaften Muster, die mir so gut gefallen, leider etwas viel für meine Silhouette. Die gedeckten, kleinen Muster, die zu meiner Statur passen würden, passen meiner Ansicht nach nicht zu meinem munteren, energetischen Naturell. Oder gibt es da einen guten Tip für mich?
Zum Schluss kann ich nicht umhin, zuzugeben: Am besten gefiel mir in den Kommentaren die endgültige Klärung der Frage nach dem „Darunter“! Köstlich!
Vielen Dank und herzliche Grüße aus Bayern
Cornelia

Antworten
Countess Claire 24. März 2015 - 09:54

Liebe Cornelia,
Ich habe mich auch sehr gefreut, dass er sich bereiterklärt hat, uns an seinem Wissen über Tartan und Kilt teilhaben zu lassen. Manche fühlen sich zu klein für ein Tartanmuster, manche zu groß gewachsen und kurvig für einen Kilt, aber ich bin sicher, Major McMorghey hat für alle einen Tipp.
Ja, das scheint wohl ein echtes Männergeheimnis zu bleiben, der Schotte Howie Nicholsby hat da wohl ein bisschen was ausgeplaudert ;-)
Liebe Grüße,
Claire

Antworten
Major McMorghey 24. März 2015 - 10:52

Mylady, werte Cornelia

Vielen Dank für ihr Lob. Das freut und ehrt mich gleichermassen.

Wie erwähnt sind es sehr viele Tartans welche zur Verfügung stehen. Ich behaupte es ist für jeden Typ etwas dabei.
Viele Tartans werden in verschiedenen Gewichten (heavy weight, 16oz / light weight, 10-13oz) geliefert. Leichtere Stoffe haben dünnere Fäden und somit fallen die Karos entsprechend kleiner und, meiner Meinung, nach auch frecher aus.
Zu empfehlen sind auch sogenannte „Dress Tartan“. Diese zeichnen sich dadurch aus, das sie grössere weisse Felder enthalten.
Wenn sie nach „Royal Stuart“ und nach „Royal Stuart Dress“ in den Bildern googeln erhalten sie ein schönes Beispiel zur Veranschaulichung.

Hochachtungsvollst
Major McMorghey

Antworten
Cornelia 26. März 2015 - 07:01

Verehrter Major McMOrghey,

herzlichen Dank für Ihre freundliche und ausführliche Empfehlung. Ich habe mir sofort Bilder im Internet angesehen. Tatsächlich gefällt mir dieser Tartan in seinen Variationen sehr gut und in einer leichten Qualität kann ich ihn mir auch an mir vorstellen.
Damit und mit den netten, mutmachenden Worten von Ihnen, liebe Ina, werde ich mich nun doch einmal trauen, mir einen Schal oder einen schmalen Rock als Einstieg zuzulegen.

Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Mühe und wünsche Ihnen weiterhin die nie versiegende Leidenschaft für Ihren wunderschönen Beruf!
Liebe Claire, vielen Dank für die Möglichkeit hier direkt antworten zu dürfen.
Es grüßt Sie herzlich Ihre
Cornelia

Antworten
Major McMorghey 26. März 2015 - 12:28

Werte Cornelia. Mylady

Das freut mich, wenn ich helfen konnte.

Sollten sie noch weitere Fragen haben, zögern sie nicht und klicken sie oben auf meinen Namen. Sie gelangen auf meine Website und von dort können sie mich per Mail anschreiben.

Hochachtungsvollst
The Major

Antworten
Ina Lieber 24. März 2015 - 13:58

Liebe Claire! Lieber Major!
Vielen Dank für den interessanten und lehrreichen Einblick in die Welt des Tartan. Ich selbst besitze bislang nur einen Kilted Skirt, ich glaube es ist der Black Stuart Tartan, aber das muss ja nicht so bleiben und soll es auch nicht. Meiner Meinung nach kann man Tartan zu vielen Gelegenheiten tragen. Meinen kombiniere ich entweder mit schwarzem Rollkragenpullover, dann ist er für ein herbstliches Picknick gut geeignet, oder mit weißer Bluse und, je nach Witterung, einem Pullunder darüber. Mit Perlenkette und schwarzen Pumps ist er dann auch für festlichere Gelegenheiten geeignet. Ich bin auch sehr klein und eher von kompakter Figur und finde trotzdem, dass frau auch dann Tartan tragen kann. Jedenfalls bekomme ich für den Rock viele Komplimente, deshalb liebe Cornelia, trau dich ruhig auch an Tartan ran. Es ist auf jeden Fall immer etwas Besonderes! Man muss nur die entsprechende Ausstrahlung und Einstellung dazu tragen, dann kommt das immer gut rüber. :-)
Liebste Grüße
Ina

Antworten
Countess Claire 24. März 2015 - 15:56

Liebe Ina,
Vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar hier! Ich finde das ganz, ganz großartig! Übrigens auch die Art, wie du deinen Kilted Skirt mit Bluse und Pullunder trägst. Super!!!
Ein unglaublicher Zufall, von dir das Foto in dieser Kombination auf Instagram zu sehen, im Bewusstsein, am nächsten Tag den Artikel über Tartan und Kilt zu veröffentlichen. Man lernt nie aus, dank dem Major werde ich nie wieder „Kilt“ sagen, wenn ich die Variante für Damen meine, und schon gar nicht „Schottenrock“ ;-)
Ich sehe immer gern Outfitbilder von dir und hoffe natürlich auf weitere Kommentare. Ich freue mich riesig!
Liebe Grüße,
Claire

Antworten
Major McMorghey 25. März 2015 - 08:43

Werte Ina, Myladies

Vielen Dank für ihre aufmunternden Zeilen an die Damen hier.
Wie sie bemerken, ist ein Kilted Skirt vielen gesellschaftlichen Situationen gewachsen. Zeitlose Eleganz eben. Für den Mann gilt dies gleichermassen. Selbst an einem Abend bei welchem „Black Tie“ vorgeschrieben war trug ich Kilt (mit den entsprechenden Accessoires und Oberteil) ohne aus der Reihe zu tanzen (jedenfalls nicht sonderlich :-) ).

Ein Kilted Skirt muss nicht zwingend aus derselben Qualität bestehen wie ein Kilt für einen Mann. Wie erwähnt gibt es Tartanstoffe auch in einer leichteren Qualtität, somit sind die Karos kleiner und wirken auf mich insgesamt weiblicher. Versuchen sie also Tartan aus!

Werte Countesss – auch wenn sie Kilt anstelle Kitled Skirt sagen ist das völlig in Ordnung – nur bitte nicht „Schottenrock“. Da freue ich mich sehr, wenn ich diesen Wandel herbeiführen konnte.

Hochachtungsvollst
Major McMorghey

Antworten
Gunhild Kuhli 7. April 2015 - 09:11

Danke für die ausführlichen Informationen zum „Kilted Skirt“ und zu den Stoffen. Mit so einem Rock liebäugle ich schon länger, aber irgendwie habe ich mich bisher nicht daran getraut, weil mir nichr klar war, wie ich den heute kombinieren kann.
In meiner Jugend in den 60ern hatte ich so einen Rock mit Golffalte vorne, das war mein Lieblingsrock für die Schule bis zum Abitur, getragen mit Kniestrümpfen über der Feinstrumpfhose und Loafers.

gundi

Antworten
Countess Claire 7. April 2015 - 10:15

Liebe Gunhild,
Perfekt!!!
Das stelle ich mir wunderbar vor! Preppy par excellence!
Liebe Grüße,
Claire

Antworten
Major McMorghey 7. April 2015 - 13:58

Werte Gunhild, werte Countess, Myladies

Tartan ist immer in Mode und ich darf behaupten vielseitig kombinierbar.
Danke für ihren Tipp.

Am 6. April wurde der „Tartan Day“ begangen http://www.scotlandnow.dailyrecord.co.uk/lifestyle/tartan-day-celebrities-show-scottish-5466762

und damit der Start der „Tartan Week“ und der „Dressed to Kilt – charity fashion show“.
http://fashion.telegraph.co.uk/galleries/TMG8431613/3/Dressed-to-Kilt-charity-fashion-show-in-pictures.html

Sicherlich finden sie hier auch noch Ideen Tartan zu kombinieren – und sie bemerken: Es muss nicht immer Kilted Skirt sein!

Hochachtungsvollst
The Major

Antworten
Oliver 31. Juli 2018 - 22:55

Einen ganz vielen lieben Dank für diese tolle Zusammenfassung zu der Thematik Tartan und Kilt. Seit mittlerweile 15 Jahren bereise ich Schottland, erfreulicherweise mittlerweile mit geschäftlichen Dingen verbunden. Oft sehe ich in Deutschland bei Events rund um das Thema „Whisky“ Protagonisten, die teils mit Mustern der Clans erscheinen. Etwas, über das ich nur den Kopf schütteln kann. Eine kleine Empfehlung meinerseits: die Islay Woollen Mill https://www.islaywoollenmill.co.uk/. Gordon rüstet nicht nur die königliche Familie und Filmsets wie Braveheart mit Kleidung und eigenen Tartans aus, er besitzt auch das älteste Tartan-Musterbuch. Grandios sind seine Webmaschinen aus der viktorianischen Zeit. Also, ein absolutes „must see“ auf einer Schottland Tour. Wenn man sich dort einen Schal mit dem original Tartan von Braveheart für 30 GBP (bitte nicht darauf festnageln, ist relativ günstig) kauft, besitzt man schon ein weitaus einzigartiges Stück als den „Burberry Standard“. Andere tolle Schals, Kleidungsstücke und Stoffe gibt es natürlich im Shop ebenfalls zu erwerben. Daneben bietet Islay natürlich auch noch etliche Destillen ;-)

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