Claires „Goldene Styling-Regeln“ – Teil 1

von Countess Claire

Vor kurzem wurde ich von einer lieben Leserin gebeten, über meine persönlichen Styling-Regeln, die ich in einem früheren Artikel erwähnt habe, zu schreiben.

Diese Regeln existierten zwar bisher nur in meinem Kopf und generell bin ich eher der Typ, der sich auf seine Intuition verlässt. Trotzdem finde ich die Fragestellung sehr interessant, weil ich dadurch gezwungen werde, meine großteils unbewussten Stilentscheidungen zu kategorisieren. Deswegen freut mich die neue Kategorie „Goldene Styling-Regeln“ ganz besonders.
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Don’t dress like a teenager

Ganz einfach gesagt: Wenn man kein Teenager mehr ist, sollte man vermeiden, sich wie einer zu kleiden. Das heißt aber nicht, dass man ab einem gewissen Alter nur mehr Tweedkostüme oder klassische Hosenanzüge tragen darf, nein, man kann durchaus auch trendig angezogen sein (Impressionen in Gold).

Typische „Teenagerlooks“, wie zum Beispiel Super-Low-Rise-Jeans oder kurze Jacke zu Leggings und Ugg-Boots sollte man aber vermeiden. In Kombination mit Pferdeschwanz und Louis Vuitton Tasche scheint mir das die inoffizielle Schuluniform der Mädchen von der Goldküste (oder vielleicht auch aller Mädchen) zu sein.

Farbe der Schuhe = Farbe der Handtasche

Grundsätzlich gehört es für mich zu einem gepflegten Erscheinungsbild, wenn Schuhe, Tasche und, falls vorhanden, auch der Gürtel sowohl farblich als auch vom Material her zusammenpassen. Ausnahme ist hier der Preppy Style.

Natürlich fallen minimale Unterschiede in der Farbnuancierung aufgrund des großen Abstands zwischen Schuhen, Tasche und Gürtel nicht wirklich ins Gewicht. Wenn man schwarze Schuhe trägt, sollte die Tasche aber im Normalfall ebenfalls Schwarz sein.

Bei nudefarbenen Schuhen wirkt eine Clutch oder Handtasche, die dieselbe Farbe wie das Kleid (oder der Rock etc.) hat, meiner Meinung nach oft schöner. Ausnahmen bestätigen die Regel! Nudefarbene Pumps haben ja den Zweck, die Beine optisch zu verlängern, sie sollen ja gar nicht so sehr auffallen.

Kleidung aus Naturmaterialien

Basics, die lange halten sollen, sollten aus Wolle (Kaschmir oä.), Leinen, Leder, Seide oder auch Baumwolle sein. Qualität zählt hier mehr als Quantität. Bei einzelnen Stücken, die sehr trendig sind und die man auch nicht so lange trägt, kann man natürlich mal ein Auge zudrücken. Bei günstigen Labels wie Zara und Mango findet man oft sehr chice Stücke, die leider teilweise aus Kunstfasern stammen.

Irmie Schüch-Schamburek, Stil-Beraterin aus Österreich und Autorin des Moderatgebers “
dresscode woman“ (amazon), den ich demnächst einmal besprechen möchte, sorgt in diesem Buch allerdings für eine kleine Auffrischung aus dem Chemieunterricht bezüglich des Ursprungs der Kunstfasern.

Qualitativ hochwertige Schuhe tragen

Die Schuhe sollten immer von guter Qualität sein. Rahmengenähte Schuhe für Damen sind selten, Näheres erläutern Bernhard Roetzel und Claudia Piras im Buch „Die Lady. Handbuch der klassischen Damenmode„. Aber gegen das Kleben von Damenschuhen spricht nichts, solange es eben nur die Sohle ist, die geklebt wird.

Egal, ob Pumps, Loafer, Mokassins, Ballerinas, Peep Toes, Bootsschuhe, (Gummi-) Stiefel oder Sandaletten, sie sollten immer mit dem Outfit abgestimmt werden.

In Zürich gibt es viele tolle Schuhläden, ich denke nur an die Schweizer Firmen Bally und Navyboot, aber auch internationale Marken wie Tod’s, Jimmy Choo, Salvatore Ferragamo oder Stuart Weitzman findet man an bzw. nahe der Bahnhofstraße. Auch in eher unbekannten Geschäfte wie La Diva werde ich manchmal fündig.

Weiter geht es mit den Goldenen Styling-Regeln – Teil 2.

Habt ihr für euch auch schon Styling-Regeln aufgestellt?

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17 Kommentare

Kristina 3. März 2013 - 11:58

Ein sehr schöner Artikel! Meine persönlichen Stylingregeln sind noch, dass man dunkelblau nicht mit schwarz kombiniert (Ausnahme ist vielleicht ein königsblaues Seidentop mit einem schwarzen Bleistiftrock, aber das müsste ich auch lange überdenken) und dass man nicht mehr als 2 Farben kombinieren sollte, wirkt einfach ruhiger und stimmiger, meines Erachtens. Achja, zu kürze Röcke sind auch ein no-go.
Liebe Grüße
Kristina

Reply
Countess Claire 3. März 2013 - 17:59

Hallo Kristina,
Danke schön! Ja, Blau und Schwarz finde ich auch nicht gut zusammen. Und ich stimme dir zu, dass ein Outfit möglichst wenig unterschiedliche Farben haben sollte. Und zu kurze Miniröcke finde ich auch nicht besonders elegant ;-) Darüber schreibe ich dann im zweiten Teil.
Liebe Grüße,
Claire

Reply
groschenroman 4. März 2013 - 08:38

Ja, ich habe zwei Styling-Regeln. Haare und Schuhe sollten immer in Ordnung sein. Das bedeutet, ich investiere in einen guten Friseur, den ich nach allerspätestens sechs Wochen wieder aufsuche und in teure Schuhe. Für den Rest tun es meiner Meinung nach auch Billigmarken. Ich stehe zum Beispiel voll auf die dunkelblauen Jeans von H&M.

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Countess Claire 4. März 2013 - 08:49

Liebe Carola,
Schuhe sind wirklich wichtig. Und die Haare natürlich auch!
Liebe Grüße,
Claire

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Sanne 4. März 2013 - 08:58

Sehr interessante Serie. Mein liebster Stil-Ratgeber ist „A Guide to Elegance“ von Genevieve Antoine Dariaux. Schon etwas älter, aber charmant und mit den nötigen Humor geschrieben. Denn nichts, meiner Meinung, verdirbt den Stil mehr, als sich allzu ernst/wichtig zu nehmen.
Schöne Woche und liebe Grüße – Sanne

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Countess Claire 4. März 2013 - 09:06

Liebe Sanne,
Vielen lieben Dank für den Buchtipp, ich habe es noch nicht gekannt, aber werde es mir sicher mal anschauen!
Liebe Grüße,
Claire

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Sue 4. März 2013 - 20:26

Vielen Dank für den Teil 1, bin auch gerade auf dem Weg dahin, dass der Rock nicht mehr zu kurz sein sollte, bitte bis zum Knie, nicht über , aber bis zum Knie eben.

Wie gesagt, ich bin angetan von deinen schönen Schuhen, ich bin auch soweit, dass ich mir nur noch Schuhe kaufe, in denen ich gut laufen kann wie Clarks oder Gabor.

Es ist auch toll, dass andere auch gleich ihre kleinen Regeln schreiben.

Ich hatte immer den Augenmerk auf Farbe der Schuhe gleich Farbe des Gürtels gelegt.

Aber immer muss mein Gesamtoutfit mir zusagen, ich lege mir Abends meine Sachen für den nächsten Tag raus. Einmal ist es bis jetzt vorgekommen, dass ich mich noch mal neu orientiert habe.

Nochmals Danke für deine Mühen und es gibt doch nichts Schöneres als die Vorfreude auf den nächsten Teil.

Bis bald

Sue

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Countess Claire 5. März 2013 - 11:57

Liebe Sue,

Freut mich, dass dir meine Schuhe gefallen!
Ich finde ja, man kann auch ganz schlicht in Jeans und T-Shirt gekleidet sein, aber die Schuhe sollten dann schon ein Hingucker sein.
Die Gabor-Schuhe finde ich auch super bequem!
Das mit dem Gesamtoutfit am Vorabend rauslegen ist sicher eine gute Idee. Ich mache es aber meistens nur, wenn irgendwas ganz Besonderes ansteht ;-)

Liebe Grüße,
Claire

Reply
Sue 5. März 2013 - 15:46

Hallo,

bei mir ist es mehr ein Zeitdruckproblem am Morgen, bin eigentlich Langschläfer, aber wenn ich zur Arbeit gehe… und dann brauch ich manchmal sehr lange um mich zu entscheiden, was ich anziehe (Zwilling). Bin am überlegen, ob ich mir nicht die Outfits fertig auf den Bügel hänge und nur noch zugreife oder meine Outfits fotografiere und mir an die Schranktür pinne. Wie man auch hier erkennt, ich muss mich noch entscheiden! Es warte immer noch auf eine Eingebeung.

Liebe Grüße Sue

Reply
Countess Claire 6. März 2013 - 10:42

Aber die Sachen am Vorabend rauszulegen ist doch eh eine super Idee! Outfits zu fotografieren wäre mir etwas zu mühsam, da gibt’s ja so viele Kombinationsmöglichkeiten und damit zu viele Fotos, die man machen müsste ;-)
Liebe Grüße,
Claire

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Cla von Glam up your Lifestyle 7. März 2013 - 21:13

Ich kann dir in allen Punken zusprechen. Gerade der 1. Punk (nicht wie ein Teenager kleiden) ist so wichtig. Oft sehe ich Frauen meiner Altergruppe (Ü40), die viel zu kurze Röcke tragen. Das geht gar nicht.

Diese goldene Stylingregeln finde ich eine gute Idee. Ich hatte mal auf meinem Blog so einen ähnlichen Post. Da ging es um Dinge die zur Grundaussattung einer jeder Frau gehören.
LG Cla

Glamupyourlifestyle.blogspot.de

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Countess Claire 8. März 2013 - 09:13

Muss ich mir gleich mal anschauen.
Liebe Grüße,
Claire

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Cla von Glam up your Lifestyle 8. März 2013 - 09:34

Liebe Claire. Den Post findest du bei mir unter dem Label: Mode, ist am 29.01.13 erschienen.
Einen schönen Tag noch
Gruß Cla

Reply
Anna vom Stil-Box-Blog 12. März 2013 - 01:23

Liebe Claire,

ich stimme Dir voll und ganz zu: Teenie-Style geht garnicht. Und Deine Beschreibung passt wirklich vortrefflich! Ich persönlich lege immer Wert auf hochwertige Schuhe und Accessoires. Ich mag daher auch keinen Modeschmuck. Deine Anmerkung bzgl. der hochwertigen Materialien finde ich auch klasse und stimme Dir da voll und ganz zu.

Ich bin schon gespannt auf Deine Buchvorstellung.

Liebe Grüße
Anna

http://stil-box.blogspot.de/

P.S. Die Grafik ist sehr schön!

Reply
Countess Claire 12. März 2013 - 09:11

Liebe Anna,
Mit Modeschmuck bin ich ja nicht ganz so streng wie du, ich mag es nur nicht, wenn er billig aussieht.
Ja, das Buch ist schon gelesen, ist wirklich sehr interessant, jetzt muss ich nur mehr die Kritik schreiben ;-)
Liebe Grüße,
Claire

Reply
Fromhearttoheel 2. April 2013 - 20:01

Liebe Claire,
Du hast so einen wundervollen Blog. Ich bin froh, dass mich den Kommentar auf dem Lady-blog zu dir geführt hat!
Ich stimme die vollkommen zu, man sollte immer darauf achten, dass Schuhe und Handtasche optisch zusammen passen!
Im Job finde ich, zu kurze Röcke, zu hohe Schuhe und an der Brust zu enge Blusen ein absolutes No-Go! In Kombination wäre es sogar eine Katastrophe! Ich finde das Röcke mit Stiefeln ganz furchtbar aussehen (Schafthöhe bis unters Knie, normaler Absatz 6-12cm) , was sagst du dazu? Daran scheiden sich die Geister? Mich erinnert das immer an eine Gogo -Tänzerin. Aber ich arbeite für einen großen Konzern und sehe diese Kombination täglich gefühlte 50 mal!

Alles Liebe, Lara

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Countess Claire 3. April 2013 - 08:56

Liebe Lara,
Danke für das Kompliment, ich gebe es gern zurück!
Stiefeln zu Röcken finde ich auch sehr komisch. Das war mal modern, glaube ich, aber irgendwie passen dann die Proportionen nicht so ganz. Es ist dann eine Mischung aus Gogo-Tänzerin, wie du sagst, und 1980ies Style.
Liebe Grüße,
Claire

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