Der perfekte Gast

von Countess Claire

Der perfekte Gast: Gibt es ihn überhaupt? Wie wird man einer? Immer wieder gibt es Missverständnisse im Zusammenhang mit einer Einladung, darum möchte ich versuchen, etwas Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen. Es ist eigentlich ganz einfach, man muss nur auf einige wenige DOs und DON’Ts achten.

Der-perfekte-Gast

Die DOs

  • Auf schriftliche Einladungen in der angegebenen Zeit antworten. Die Abkürzungen u.A.w.g. (um Antwort wird gebeten) und r.s.v.p.(répondez s’il vous plaît) sind unbedingt zu beachten.
  • Weder zu früh noch viel zu spät erscheinen (eine Viertelstunde später ist angemessen).
  • Ein Mitbringsel dabeihaben: Eine Flasche edlen Weins ist immer unproblematisch. Bei großen Einladungen sollte man vom Schenken von einem Blumenbouquet am Einladungstag absehen. Dieses lässt man besser am Vortag oder am Tag nach der Feier mit einer Karte („Vielen Dank für die Einladung“) zustellen. Leider selten geworden im digitalen Zeitalter, ist es ganz besonders elegant, sich handschriftlich zu bedanken.
  • Angemessenes Benehmen: Maßhalten bei alkoholischen Getränken, niemals ungefragt zu rauchen beginnen.
  • Smalltalk-Themen: Unterhaltsames aus dem Bereich Kunst, Kultur, Reisen, Restaurants, Filme oä. erzählen.
  • Gute Laune haben, Interesse an den anderen zeigen.

Die DON’Ts

  • Zu früh oder viel zu spät erscheinen.
  • Einen Überraschungsgast mitnehmen.
  • Tischkärtchen vertauschen.
  • Telefonieren, SMSen und Internetsurfen am Smartphone zeigen ein totales Desinteresse  und sind somit tabu! Ein gelegentlicher Blick aufs Handy, wenn man die Kinder zuhause gelassen hat (hat die Babysitterin bzw. Nanny angerufen?) ist natürlich in Ordnung. Dabei aber unbedingt diskret sein!
  • Zu lang bleiben. Bittet der Gastgeber nicht mit Nachdruck, noch nicht zu gehen, ist es Zeit für den Aufbruch. Auf Zeichen achten (zB. Gähnen, Erwähnung von frühmorgendlichen Verpflichtungen am nächsten Tag).
  • Ein unangenehmer oder desinteressierter Gesprächspartner sein.
  • Smalltalk-Tabus: Politik, Religion, Krankheiten
  • Zu viel über sich selbst preisgeben.
  • Zu viel Alkohol trinken.

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2 Kommentare

Alexandra 5. Januar 2015 - 12:58

Liebe Claire,
wieder ein sehr gelungener Beitrag von dir. Eigentlich sollten das alles Selbstverständlichkeiten im Umgang miteinander sein, leider ist das heute nicht immer der Fall, schön dass du dies in wenigen Punkten erklärst ohne dabei belehrend zu wirken. Ich freue mich immer darauf, neue Beiträge von dir zu lesen.
Viele Grüße
Alexandra

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Countess Claire 5. Januar 2015 - 16:36

Liebe Alexandra,
Herzlichen Dank für deine Worte! Es freut mich, dass dir meine Artikel gefallen.
Liebe Grüße,
Claire

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