Die gedeckte Tafel: Servierschüsseln, Kochtöpfe und co.

von Countess Claire

Vor einiger Zeit habe ich auf meinem Instagram-Account countess_claire eine kleine Umfrage zum Thema „Die gedeckte Tafel“ gemacht. Die Fragestellung war, ob man Servierschüsseln und -platten verwendet, einfach die Kochtöpfe auf den Esstisch stellt oder jeden Teller einzeln in der Küche anrichtet. Die überwiegende Mehrheit füllt in Anrichtegeschirr um, nicht wenige allerdings machen die Teller schon in der Küche bereit.

Da es diesbezüglich aber immer wieder Unsicherheiten gibt, möchte ich auf die einzelnen Möglichkeiten eingehen. Jede Variante hat nämlich ihre Vor- und Nachteile.

gedeckte tafel

Die gedeckte Tafel: Servierschüsseln und -platten

Meine liebste Form des Anrichtens ist mithilfe von Servierschüsseln und -platten. Die Speisen werden unmittelbar vorm Servieren in hübsche Porzellanschüsseln gefüllt und schnell aufgetragen. Wer genug Zeit hat, kann diese auch kurz in der Mikrowelle oder dem Backrohr vorwärmen. Warmhalteplatten passen übrigens eher auf ein Buffet als auf einen schön gedeckten Tisch.

Um kein schlechtes Gewissen zu bekommen, da der Geschirrverbrauch doch höher ist, als wenn man nur einen Topf auf den Tisch stellt, kann man etwaige Reste dann gleich in der Servierschüssel in den Kühlschrank stellen – ich gebe dann einfach noch einen Teller drauf.

Kochtöpfe am Esstisch

Die Variante „Kochtöpfe am Esstisch“ hat natürlich ebenfalls ihren Vorteil. Auch wenn es nicht sehr stilvoll aussieht, bleiben die Speisen unbestritten länger warm als in Servierschüsseln. Außerdem kann sich jeder nachnehmen, wenn er möchte, ohne dazu extra aufzustehen.

Im rustikalen Umfeld oder im Wochenendhaus, wo es nicht ganz so formell zugeht, ist es meiner Meinung nach kein No Go, die Töpfe auch mal auf den Tisch zu stellen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Töpfe einheitlich, von guter Qualität und hübsch anzusehen sind. Eine liebe Dame auf Instagram hat mir verraten, bei Le Creuset Töpfen mache sie eine Ausnahme – die dürfen dann ab und zu auch mal auf den Esstisch.

Auflaufformen können immer auf den Tisch gestellt werden. Im Idealfall gehören sie zum Service, aber auch andere Farben oder solche aus Glas sind akzeptabel. Gern verwende ich eine Streublumen – Aufflaufform von Gmundner Keramik, passend zu den Tellern, aber ein baking dish von Spode’s Blue Italian sieht ebenfalls hinreißend aus!

Anrichten in der Küche

Wer eine besonders elegant gedeckte Tafel zaubern möchte, der platziert auf dem Tisch neben wunderschönen Kristallgläsern, edlem Porzellan, Silberbesteck, antiken Kerzenleuchtern, gestärkten Leinenservietten und einem formidablen Blumenarrangement natürlich keine Töpfe oder Schüsseln. Das würde jegliche Perfektion zerstören!

Dazu ist es natürlich erforderlich, alles in der Küche anzurichten oder anrichten zu lassen. Anschließend wird dann in Downton-Abbey Manier vom Personal serviert. Wer keinen Butler hat, dem ist das vielleicht zu viel Aufwand für den Alltag. Mir geht das jedenfalls so, zumal bei bereits vorportionierten Tellern besonders bei Kindern unweigerlich einiges übrig bleibt oder man immer wieder nachholen muss. Beides ist schade. Bei besonderen Anlässen und Festen ist dies aber meine bevorzugte Methode.

Passend zum Thema sind auch noch die älteren Artikel zu den Tischsitten, Die perfekte Gastgeberin sowie Frage an Claire: Papierservietten – Ein No Go?

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