Ein Lodenrucksack für den Gentleman am Land

von Countess Claire

Heute wollen wir uns darüber unterhalten, wie die Dame ihre Utensilien unterbringt, wenn sie unterwegs ist. Nachdem es völlig ausgeschlossen ist, dass sie mit ausgebeulten Taschen durch die Welt promeniert, wollen wir näher auf die Möglichkeiten eingehen, wie lebensnotwendige und lebensverschönernde Utensilien beim Gentleman an ihrer Seite zu verstauen sind. Und die eigene Clutch bietet nun wirklich nicht genug Stauraum! Die ideale Alternative bietet da der Lodenrucksack des Herren.

Uns Frauen wird oft nachgesagt, dass wir stets einen zweiten Hausrat in der Handtasche mitführen. Das ist sicherlich ein klein wenig übertrieben. Was aber, wenn der Platz doch nicht reicht? Die wichtigsten Utensilien heutzutage sind definitiv Desinfektionsmittel und Maske. Wenn man zusätzlich aber nicht genau weiß, ob es regnen wird oder die Sonnencreme vor der Hitze schützen soll? Zeckenspray, Pfefferspray und Handcreme müssen ja auch oft mit ins Gepäck. Es liegt auf der Hand, dass man für solche Eventualitäten vorbereitet sein muss.

lodenrucksack

Ein Lodenrucksack ist der perfekte Begleiter für den Gentleman am Land und passt auch ausgezeichnet zur Hirschledernen.

Damit die diversen Utensilien die Kleidung nicht hässlich ausbeulen, versorgen findige Schneider die Sakkos des Gentleman mit ausreichend vielen Innentaschen. Sollten diese einmal nicht ausreichen, gibt es sehr bequeme und schicke Rucksäcke, beispielsweise aus Loden, einem groben, widerstandsfähigen Wollstoff, sofern das Outfit dem Freizeitstil zuzuordnen ist.

Wie kann man den Lodenrucksack kombinieren?

Ein Lodenrucksack passt ausgezeichnet zu Tweed, Cord, Leinen und auch zur Wachsjacke. Seinen großen Einsatzbereich hat er natürlich in der stilvollen Jagdbekleidung (lest dazu Was trägt man zur Jagd?). Rucksäcke sorgen dafür, dass der Mann stets beide Hände frei hat, sodass man sich bequem unterhaken kann und auch spontane Einkäufe mit der anderen Hand getragen werden können.

Der Rucksack selbst braucht keine besonderen Unterteilungen. Männer sind ja gewohnt, rasch das Gewünschte zu finden. Sie sind dazu auch genetisch bestens veranlagt. So wandeln sie – hoffentlich – Zeit ihres Lebens ohne die berüchtigte Herrenhandtasche auf dieser Welt und stopfen ihren eigenen Kram völlig unkategorisiert und unsortiert irgendwo rein. Aber: sie finden alles in Windeseile. Perfekt für die Dame.

Bei all diesen Punkten ist natürlich auch darauf zu achten, dass der Mann ob seiner vermeintlichen Lasten nicht völlig derangiert ist. Das setzt eine gewisse Kondition voraus, die sich im örtlichen Tennisklub trainieren lässt. Golf halte ich für weniger geeignet.

Wie geht es euch mit diesem Thema und was deponiert ihr so bei eurem Mann?

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4 Kommentare

Sanne H. 8. August 2020 - 11:06

Liebe Claire,
schön, bereits am frühen Vormittag lachen zu dürfen über deinen ironisch-witzigen Beitrag! Den Rucksack finde ich toll, habe aber nicht die Hoffnung, ihn meinem Mann umhängen zu dürfen. Er ist noch von seinen Kindergarten Tascherln negativ geprägt… dafür trägt er auch in der Stadt ohne Murren meinen großen Strohkorb, der all das fassen muss, was ich – sonst der Packesel der Familie -bei bestem Willen nicht mehr unterbringen kann.

Beste Grüße von der Donau- Sommerfrische,
Sanne

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Countess Claire 8. August 2020 - 11:11

Liebe Sanne,
Vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
Ein Strohkorb ist übrigens auch eine schöne Alternative! Danke für den Tipp. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass mein Mann sich aufopfern würde, mir diesen zu schleppen.
Und wegen des Lodenrucksacks: was nicht ist, kann ja noch werden! Ist schon sehr praktisch, da der Herr dann schließlich noch die Hände für wenigstens zwei Kinder frei. Ein unglaublicher Pluspunkt!
Liebe Grüße,
Claire

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Melanie 10. August 2020 - 11:04

Liebe Claire,
einmal fröhlich Richtung Norden geschmunzelt … :-) danke!

der Lodenrucksack dient bei uns seit geraumer Zeit als Schultasche (zur nerven- und waschmittelsparenden Lederhose; der pubertäre Kleidungsstil könnte schlimmer ausfallen);
am Berg trägt frau (in Kniebundlederner) den ererbten „Schwammerlrucksack“ des Großvaters mit Sunblocker, Zeckenspray, Stofftaschentücherl und der Grundration Wasser; der Herr (kurze Lederhose) packt in den ebenfalls geerbten „Schnerfer“ den Rest und vor allem: Wasser.
Aktuell trägt frau ein maritimes Rucksäckchen aus Finkenwerder Fischerhemdenstoff (mit Sunblocker, Mückenspray, Schweißtücherl und der Grundration Wasser) und der Herr den großen Seesack mit dem Rest und vor allem: viel Wasser(melone).

Ansonsten schleppen die durch das Winschkurbeln gestählten Herren bei uns tapfer Körbe: Einkaufskörbe, Wäschekörbe, Picknickkörbe, Badekörbe, … die Damen sind, ausgerüstet mit Shoppern, Tote Bags, Kuriertaschen oder Bastkörben, im Alltag weitgehend unabhängig.
Prekär wird´s mit dem Deponieren bei uns immer erst bei Anlässen: egal wie viele Innentaschen Anzug, Smoking oder Frack haben, sie reichen grundsätzlich nicht für die paar Kleinigkeiten, die nicht mehr in Clutch oder Beutel gepasst haben. Der Gentleman verstaut stoisch und so lange, bis er dermaßen derangiert aussieht, dass die Dame freiwillig auf ein Minimum reduziert ;-)

Beste Grüße aus dem sonnigen Süden,
Melanie

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Countess Claire 10. August 2020 - 14:24

Liebe Melanie,
Vielen Dank, für deinen Kommentar! Da geht’s dir ja ähnlich wie mir!
Liebe Grüße,
Claire

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