In eigener Sache: Umgang mit negativen Kommentaren

von Countess Claire

Vielleicht seid ihr daran interessiert, wie man als Blogger mit negativen Kommentaren umgeht. Sobald man nämlich seine private Komfortzone verlässt und sich in den Weiten des Internets in irgendeiner Weise öffentlich positioniert, muss man damit rechnen, ständig beurteilt zu werden. Oftmals positiv, aber gelegentlich auch negativ. Das ist vorherzusehen, und wer das nicht akzeptieren kann, wird es als Blogger sehr schwer haben.

Jeder, der in der Öffentlichkeit steht, sei es als Politiker, Person von öffentlichem Interesse, Künstler oder Sportler, wird ständig bewertet. Das trifft für Blogbetreiber natürlich genau so zu, egal wie groß oder bekannt der Blog ist.

Mit negativen Kommentaren verfährt jeder Blogger auf seine eigene Art und Weise. Kaum hat ein Blog nämlich eine gewisse Bekanntheit erreicht, werden sich immer Personen finden, die etwas kritisieren, die negative Anmerkungen machen oder einfach nur eine andere Meinung vertreten. Das liegt in der Natur des Menschen und ist auch völlig in Ordnung.

negative-kommentare

Verschiedene Arten von Kritik

Konstruktive Kritik freut mich immer, denn durch sie wird oft eine sehr interessante Diskussion angeregt. An eine besonders anregende kann ich mich gut erinnern, es ging um das Tragen von weißen Hosen im Herbst. Grundsätzlich hatte die Kommentatorin vollkommen Recht, meine weiße Jeans zu kritisieren. Ich mache in der Tat auch selbst eine Unterscheidung zwischen den Farben für die kalte bzw. warme Jahreszeit, an einem warmen Tag im Frühherbst habe ich die Sache allerdings nicht so eng gesehen. Hier könnt ihr die Diskussion nachlesen: „Preppy im Frühherbst

Manchmal betrifft die Kritik irgendein spezielles Kleidungsstück oder Accessoire. Nicht jedem muss eine bestimmte Sonnenbrille oder Handtasche gefallen, denn Geschmäcker sind verschieden. Gelöscht werden solche Kommentare natürlich nicht. Nachlesen könnt ihr hier beim Outfitposting „Maternity Wear: Bodenlanges Blumenkleid

Kommentare bezüglich meines Makeups sind ebenfalls von Zeit zu Zeit vertreten, sie werden auch freigegeben. Beantwortet werden sie von mir in der Regel nicht, weil da oft zwei Welten aufeinander treffen. In den Kommentaren zum letzten Outfitposting „Herbstimpressionen vom Zürichsee – Maternity Wear“ gibt es zwei gute Beispiele dafür.

Beleidigende, untergriffige, anzügliche Kommentare

Auch diese gibt es, wenn zum Glück auch sehr selten. Selbstverständlich wandern diese ins digitale Nirvana.

Kommentare mit Werbelinks und Spam

Immer wieder hinterlassen Betreiber von kommerziellen Webseiten für Händler (ihr kennt bestimmt alle diverse arabische und asiatische Wholeseller-Anbieter) ihre Links. Belästigt werdet ihr davon aber nicht, da ich solche Kommentare lösche. Das gilt selbstverständlich nicht für Kommentare von anderen Bloggern mit Link auf ihre Webseite am Ende.

Kommentare, die politische/religiöse/weltanschauliche Fragen beinhalten

Fragen, die beispielsweise meine aktuelle Situation betreffen „Tolles Outfit, aber wie kann man in der heutigen Zeit mehr als ein Kind haben?“ werden weder freigegeben noch beantwortet. Hier am Blog geht es ja um etwas anderes, oder?

Absurde Kommentare

Erst kürzlich bekam ich einen negativen Kommentar zum drei Jahre alten Artikel „Eine klassische Mädchengarderobe

Es echauffierte sich eine Kommentatorin, was für ein sexistischer Artikel dies wäre, ob ich Mädchen verbieten wolle, Hosen zu tragen (in der Collage findet sich auch eine hübsche Cordskinny) und warum es hier überhaupt nur um Mädchen ginge, das widerspreche dem Gleichheitsgrundsatz.

In der Tat habe ich noch nicht über Klassiker der Bubengarderobe geschrieben. Wenn die Kommentatorin, deren Vorwürfe ich nicht freigegeben habe, dies möchte, kann sie sich gern in einem diesbezüglichen Gastartikel einbringen.

In diesem Zusammenhang kam übrigens auch einmal der Vorwurf, mein Blog sei nicht authentisch, weil ich noch nie Fotos meiner Kinder veröffentlicht habe und Ähnliches mehr. Das hat mich zum Schreiben des Artikels „Die sozialen Netzwerke und Privatsphäre – Was verraten wir alles über uns?“ inspiriert.

Danke für eure Kommentare!

So, jetzt habe ich genug über bad vibrations in der digitalen Welt geschrieben und mehr Platz sollte das Thema auch nicht bekommen. Ich möchte mich an dieser Stelle für eure Kommentare im Allgemeinen bedanken! Sie beleben und bereichern meinen Blog!

Nun wisst ihr, wie ich mit negativen Kommentaren umgehe. Euer Feedback interessiert mich natürlich wie immer sehr!

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12 Kommentare

Silke 9. November 2016 - 20:10

Ich finde es auch sehr schwierig, mit unsachlichen Kommentaren umzugehen. Das schlimme ist ja, dass auch der Hinweis, dass die Argumentation unsachlich oder verletztend ist, von demjenigen selbst gar nicht so wahrgenommen. Wahrscheinlich muss man sich im realen wie im digitalen Leben von solchen Leuten einfach fernhalten. Ich weiss auch nicht, warum manche Dinge kommentiert werden müssen- auch wenn man seine Garderobe ins Netz stellt, heisst das doch nicht, dass das eine Einladung zu „Ratschlägen“ über Frisur, Gewicht oder ähnliches sein soll. wenn es einem nicht gefällt, dann ist es so, da muss man doch nicht darauf hinweisen. Ich empfand den Kommentar zu Deinem Make-Up auch ziemlich übergriffig-letzenlich ist es eben auch nur eine Ansicht, die auch nicht alle teilen.
ich verfolge den Blog noch nicht so lange, aber ich finde die „Wiederverwertung“ einiger Kleidungsstücke sehr interessant, weil ich eher zum Klamotten-Messie neigte, aber dann u.a. auch durch Deinen Blog festgestellt habe, dass man gar nicht so viele Sachen braucht, wenn man sie geschickt kombiniert.

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M.Daniela 10. November 2016 - 11:19

Mein Laptop ist gerade kaputt,daher antworte ich per Smartphone.Entschuldigt daher schonmals im Vorfeld etwaige Fehler….Also ich stimme Dir voll und ganz zu liebe Claire! Zudem hast Du mich zum Nachdenken angeregt bzgl.der Bilder meiner Kinder.Ich achte prinzipiell darauf,dass die Gesichter nicht zu erkennen sind, aber in Zukunft werde ich auch darauf achten.Du hast nämlich Recht! Desweiterten finde ich es schockierend, dass sich manche Menschen in die Familiengründung einmischen.Ich habe es selbst oft so erlebt.Gerade während der 3.Schwangerschaft.Irgendwann haben mich solche Kommentare nur noch genervt.Daher konterte ich mit „Mann ist Professor.Wir können uns dann wollen uns das leisten.“Eigentlich so gar nicht meine Art…Claire Du hast Stil und zeigst Klasse!Das ist heutzutage selten.Daher lasse Dich nicht verunsichern. Ja,und Dein Beitrag über Mädchenmode habe ich als Buben und Mädchenmama verschlungen.Er war spitze!

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M.Daniela 10. November 2016 - 11:22

Na da ist er,der Fehler meines Smartphone Fehlererkennungsprogramm. ES HEISST“Wir können und wollen uns das leisten.“

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Amalia 10. November 2016 - 12:23

Liebe Claire,
vielen Dank für diesen Einblick in das Kuriositätenkabinett einer Blogbetreiberin; an manchen Stellen musste ich direkt schmunzeln über die gelebte Unmöglichkeit, die sich doch hier und da in den zitierten Kommentaren materialisiert. Sie sagen mehr über die VerfasserInnen aus als über Dich. Aber Du handhabst ja auch so etwas mit gewohnter Souveränität!
Liebe Grüße
Amalia

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Manuela 13. November 2016 - 03:53

Liebe Amalia!
Da bin ich ganz deiner Meinung. Besser hätte ich es nicht formulieren können.
Liebe Grüße
Manuela

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Countess Claire 10. November 2016 - 18:12

Vielen Dank für eure tollen Kommentare, meine lieben Damen!

Reply
Sabine S. 10. November 2016 - 22:23

Liebe Claire,
in meinen Augen sind das Neider, die nicht das haben, wofür Du stehst. Stil, Geschmack und natürlich Schönheit. Besonders in D ist das weit verbreitet, dass man anderen Menschen das schlecht zu machen versucht, was man selbst niemals haben kann.

Ich habe viele Jahre in der Schweiz gelebt und dort ist mir Neid nie aufgefallen. Also nicht ärgern liebe Claire, die treuen Leserinnen Deines Blogs freuen sich über jeden neuen Post von Dir. Und wenn man mal etwas kritisieren möchte, kann man das doch auch in höflicher und respektvoller Form tun.

Liebe Grüße

Sabine

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Manuela 13. November 2016 - 04:01

Liebe Claire!
Ich bin von deinem Blog und den für mich sehr interessanten Themen schwer begeistert. Umso mehr gefällt mir auch, wie professionell du mit negativer Kritik umgehst. Da hab auch ich wieder etwas gelernt. Den Antworten meiner „Vorrednerinnen“ ist nichts mehr hinzuzufügen. Man muss einfach über den Dingen stehen.
Freue mich schon sehr deinen nächsten Artikel zu lesen und wünsche jetzt schon alles Gute für den bevorstehenden Familienzuwachs. Kinder sind doch einfach etwas wunderbares und ein Segen!
Liebe Grüße
Manuela

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Countess Claire 14. November 2016 - 09:48

Liebe Sabine, liebe Manuela,
Ich bin überwältigt von euren wunderbaren Kommentaren! Vielen, vielen Dank!
Liebe Grüße,
Claire

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Cornelia 21. November 2016 - 16:33

Liebe Claire,

wie Sie es auch angedeutet haben: Wer sich zeigt, wird auch betrachtet. Und das aus manchmal gar wunderlichen Blickwinkeln!
Wer seine Zeit damit verbringt, sich mit Inhalten im Internet zu beschäftigen, die ihm nicht gefallen, kann nur bedauert werden. Das auch noch öffentlich per Negativ-Kommentar zu bekunden, halte ich im besten Falle für überflüssig.
Ihre Art, die Kommentare zu klassifizieren und auszusortieren halte ich dagegen für sehr vernünftig.
Nur nicht beirren lassen und
Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Blog.
Cornelia

Reply
Countess Claire 23. November 2016 - 11:52

Vielen Dank für diese bestätigenden Worte, liebe Cornelia!

Reply
Anna 24. November 2016 - 12:37

Liebe Claire,

vielen Dank für Ihre informativen und immer gut recherchierten Artikel und auch für Ihre Outfit-Posts. Bitte machen Sie trotz manch unmöglicher Kommentare weiter wie bisher.

Herzliche Grüße
Anna

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