True Prep. It’s a Whole New Old World.

von Countess Claire

Bevor ich mich dem Sloane Ranger zuwende, könnte ihr heute noch den letzten Artikel in meiner „Preppy Style-Serie“ lesen. „True Prep. It’s a Whole New Old World“ wurde 2010 als Nachfolger für das „Official Preppy Handbook„, das ich euch vor kurzem vorgestellt habe, geschrieben. Gemeinsam mit dem Designer Chip Kidd machte sich Lisa Birnbach daran, zu erklären, wie sich der Prep von damals an die neuen Verhältnis anpasst.

Countess Claire - True Prep
Im Wesentlichen geht es um die gleichen Themen wie auch schon im Offiziellen Preppy-Handbuch, Ergänzungen gibt es im Bereich Mode, Internet-Netiquette, Mobiltelefonier-No-Gos, Political Correctness (neben den Kennedys ist nun Michelle Obama offizielles Preppy-Vorbild), Reality TV (ein Prep würde niemals auch nur andenken, daran teilzunehmen), und vieles mehr. Lesenswert ist auch ein kurzer Abschnitt, der den Produzenten der Serie „Gossip Girl“ gewidmet ist: Ein echtes Preppy-Girl erläutert, warum die Protagonisten weit vom wahren Prepdom entfernt sind. Auch wenn man „Gossip Girl“ nicht mehr als zehn Minuten gesehen hat, kann man die Kritikpunkte nachvollziehen. Sehr amüsant!

True Prep. It’s a Whole New Old World“ ist sehr unterhaltsam und mit viel Humor geschrieben, reicht jedoch an den Klassiker „The Official Preppy Handbook“ nicht ganz heran. Wer den Preppy Style liebt, dem sei es aber unbedingt empfohlen. Die gebundene Ausgabe umfasst 248 Seiten und ist im Alfred A. Knopf Verlag erschienen. Unter anderem könnt ihr es bei Amazon bestellen.

Habt ihr „True Prep“ schon gelesen? Wie seht ihr es im Vergleich zum „Official Preppy Handbook„?

11 Kommentare

Sue 10. November 2013 - 18:18

Schön heute Abend wieder was zu lesen.

Gossip girl habe ich noch nie gelesen, aber als ich das Thema Handy las, musste ich schmunzeln, denn damit hab ich es nicht so, ich will nur telefonieren ;). Mein Mann liegt mir in den Ohren mit einem neuen Handy. Ich will nicht…Meine Nachbarin, ich erzählte ihr, das ich eine neue Nummer habe, sie fragte gleich , welches neue Handy ich habe und ob das , keine Ahnung -was habe, nein, keine neues Handy und ich glaube auch nicht, dass ich darauf „Whats app“ habe….., ich gehe momentan entgegen dem Trend….Ich will das alles nicht , ist immer mein Kommentar, ich will nur telefonieren. Vielleicht kommt es ja noch anders, aber ich bin so selbstbewusst …….;-D

Etwas anderes ist mein Laptop….ohne den geht nichts…………

einen schönen Abend

wünscht Sue

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Countess Claire 11. November 2013 - 10:56

Liebe Sue,
Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich schließe daraus, dass du „True Prep“ gelesen hast, hoffentlich hat es dir gefallen. Das Kapitel übers Handy ist wirklich witzig.
Liebe Grüße,
Claire

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Sue 11. November 2013 - 19:09

Hi,

nein habe ich nicht gelesen. Bin ich so wie im Buch ?

LG Sue.

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Countess Claire 11. November 2013 - 19:10

nein, gar nicht! Das Kapitel handelt von Leuten, die nicht wissen, wie man sich beim Telefonieren verhält.

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weekenderonline! 13. April 2015 - 19:37

Dem Buch fehlt meiner Meinung nach leider alles, was das Handbook ausgemacht hat: Selbstironie und Augenzwinkern. Schon das Handbook wurde (und wird bis heute) von Vielen als Gebrauchsanweisung/Regelwerk missverstanden, als die/das es nie gedacht war. Das ist schade, denn eine aktualisierte Fassung war eigentlich eine tolle Idee. Ich möchte aber gar nicht alles kritisieren. Ein netter Zeitvertreib ist das Buch allemal. Es wir nur nie ein Klassiker werden.

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Countess Claire 14. April 2015 - 07:48

Lieber Weekenderonline,
Da hast du vollkommen Recht. An das Preppy Handbook kommt es nicht heran. Ich hätte mir auch eine bessere Umsetzung dieses Nachfolgeprojekts gewünscht, finde es jedoch trotzdem nett. Aber das mit den Fortsetzungen klappt ja meistens nicht. Kennst du das englische Pendant, das Sloane Ranger Handbook? Der Nachfolger ist ganz, ganz schlecht.
Liebe Grüße,
Claire

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weekenderonline! 14. April 2015 - 14:52

Hallo Claire,

das Sloane Ranger Handbook kenne ich natürlich auch. Der Nachfolger ist mir nicht bekannt, wenngleich ich von seiner Existenz weiss. Machwerke, wie das Preppy Handbook und all seine Verwandten sollte man immer mit einer gewissen Distanz betrachten, denn fest steht: Preppy, Sloane Ranger, etc. sind Lebensstile, zu denen eine Menge mehr gehört, als nur der modische Aspekt.

Die Frage, ob man überhaupt „Preppy“ oder „Sloane Ranger“ (Ich mag diese Begriffe eigentlich nicht) sein kann, wenn man in die entsprechenden Kreise nicht hineingeboren wurde, ist so alt wie sie kontrovers diskutiert wird.

Der Begriff „Preppy“ wurde in den letzten ca. 10 Jahren mit der Kommerzialisierung durch die Modeindustrie grösstenteils ad absurdum geführt und seiner Inhalte beraubt. Das könnte ich noch seitenlang ausführen, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

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Countess Claire 14. April 2015 - 15:06

Ich finde diese Diskussion aber sehr interessant! Eine kleine Rezension von Cooler Faster More Expensive The Return of the Sloane Ranger findest du hier am Blog, das Buch ist aber wirklich nicht lesenswert.
Ja, genau meine Meinung, der Preppy Style ist ein Lifestyle. Genau genommen sind wir hier in Österreich, Deutschland oder der Schweiz alle keine Preppies. Der Kleidungsstil allein macht einen noch nicht zum Prep. Abstammung (Mayflower etc.), WASP, Ferienhaus in den Hamptons, das alles muss zutreffen. Und die Sloane Ranger sind die Briten der Upper Class/Upper Middle.
Mich würde interessieren, ob das Pendant für den deutschsprachigen Raum nicht irgendwann einen Namen bekommen könnte.
Denn Oberschicht-Angehörige, die viel Wert auf Bildung legen, sich preppy kleiden, aus guter Familie kommen etc etc. gibt es ja auch hier. Wie würdest du sie bezeichnen?
Kennst du meinen Artikel „Preppy Style – Der traditionelle Ostküsten-Lifestyle“?
Liebe Grüße,
Claire

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weekenderonline! 14. April 2015 - 16:06

Dann diskutiere ich das natürlich sehr gern.

Was alles zum „Preppy sein“ dazugehört, ist eben strittig. Meiner Meinung nach hat sich das in den letzten Jahrzehnten auch teilweise geändert. Beispiel WASP: Michelle Obama wird heute in diesem Bereich oft genannt, ist aber allein schon optisch nicht WASP. Ich denke, dass die Grundlagen eine gewisse Sozialgruppe und vor Allem eine bestimmte Lebenseinstellung sind. Der Rest ist dann die Folge davon. Diesen Lebensstil gab es ja auch schon lange vor dem Handbook (Siehe: Ivy League).

Strenggenommen sind die wenigsten Sloane Ranger Angehörige der Upper Class. Sie wären es allerdings gern und versuchen, den Anschein zu erwecken, sie seien es. Das unterscheidet sie von den Preppies, die eher auf Understatement setzen.

Ich glaube, die Gruppe, die man in Deutschland am Ehesten mit den amerikanischen Preppies gleichsetzen konnte, waren die Popper. Familien, in denen ein Amerikabezug (Durch Studium, Verwandschaft, etc.) bestand, kannten und führten den Lebensstil seit Jahrzehnten. In meiner Familie lernt man z.b. Segeln und Ski Fahren direkt nach dem Laufen. Seit Generationen. Nur so als Beispiel.

Deine empfohlenen Artikel werde ich bei Gelegenheit lesen.

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Countess Claire 14. April 2015 - 16:33

Wunderbar, dass du sie lesen willst, dann können wir weiterdiskutieren :-)
Hm, Popper: grundsätzlich kann man sie vergleichen, denke ich. Aber ich meinte eigentlich das deutschsprachige Pendant ohne Amerikabezug. Die Villa im Wiener Nobelbezirk, das Ferienhaus am Wolfgangsee, Segeln, Jagd, katholische Privatschule etc. etc und ein dementsprechender Lifestyle ist auch ohne das große Vorbild Amerika möglich. Im Gegenteil, in gewissen Kreisen ist ein allzu großer USA-Bezug manchmal gar nicht erwünscht.
Liebe Grüße,
Claire

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weekenderonline! 14. April 2015 - 17:03

So, habe nun den Preppy-Artikel gelesen. Für mich enthielt er allerdings keine neuen Informationen, wie Du Dir sicher denken kannst. Ein paar Dinge hätte ich noch angemerkt, aber das mache ich mal bei Gelegenheit unter dem Artikel. ;-)

Die Popper, die ihren Ursprung in Hamburg haben, waren ja im Prinzip das deutschsprachige Pendant ohne Amerikabezug. Interessant auch, dass es mit dem „Popper-Knigge“ ebenfalls ein satirisch-ironisches Machwerk gibt.

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