Walk-in Closet – Reach-in Closet

von Countess Claire
Ein eigener Ankleideraum bzw. begehbarer Schrank, auch Walk-in Closet genannt, weckt Begehrlichkeiten und ist für viele mode- und stilbewusste Damen der Inbegriff von Luxus. Davon abgesehen, dass sich die gesamte Kleidung, alle Accessoires und meist auch die Schuhe übersichtlich ordnen lassen, wird die Kleiderwahl zum Vergnügen.
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Man denke nur an Carrie Bradshaw in „Sex and the City“ mit ihrer großartigen Ankleide sowohl in ihrem Single-Appartment als auch das Walk-in Closet, welches sie später mit Mr Big teilt.

Für ein Walk-in Closet wird allerdings ein eigener Raum gebraucht, oftmals direkt mit dem Schlafzimmer verbunden, meist in rechteckiger Form, gelegentlich sogar mit eigenem Fenster. In der Mitte des Raums befindet sich dann gern eine kleine Kommode oder „Insel“ mit Stauraum für Wäsche oder diverse Accessoires.
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Manchmal findet sich stattdessen aber auch ein Sofa, ein Hocker oder ein anderes Sitzmöbel. Mit einem schönen Teppich und einer passenden Hängelampe (ein Kristalllüster gibt der Ankleide gleich noch mehr Glamour) wird das Walk-in Closet ergänzt. Zusätzlich sollten an den Regalen selbst Lichtquellen angebracht sein, was umso wichtiger ist, falls der Raum über kein natürliches Licht verfügt.
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Mit so einem Schrankraum ist es dann kein Problem mehr, die Garderobe nach Farben, Anlässen und Jahreszeiten zu ordnen, immer gleich die passenden Accessoires in Griffweite zu haben und sich jederzeit an tollen Schuhen zu erfreuen.
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Dabei spielt es keine Rolle, ob alles hinter Glas oder offen zugänglich untergebracht ist.
Lediglich ein großer Spiegel, in dem man sein Erscheinungsbild gleich überprüfen kann, darf nicht fehlen.
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Im Unterschied dazu gibt es dann die Reach-in Closets, die weniger Platz brauchen und im angloamerikanischen Raum wohl verbreiteter sind.
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Es ist schwierig, eine deutsche Übersetzung bzw. Definition zu finden. Mit einem Einbauschrank, in der Schweiz auch Reduit genannt, ist so ein Reach-in Closet auf keinen Fall zu vergleichen. Beide sind zwar in eine Wandnische eingebaut, beim Reach-in Closet grenzt die Schranktür aber nicht direkt an die Regalböden an, sondern lässt mehr Luft. Außerdem ist es bei dieser Schrankart so, dass der Fußboden bis in den Schrank hinein reicht.
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Zugegeben, ein Reach-in Closet ist nicht ganz so glamourös wie ein Walk-in Closet, aber sicherlich eine gute Alternative für kleinere Wohnungen.
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Was gefällt euch besser: Ein Walk-in oder ein Reach-in Closet? Habt ihr vielleicht selbst eins? Falls ja, wie sieht es aus?

7 Kommentare

groschenroman 10. April 2013 - 06:06

Ein begehbarer Kleiderschrank ist ein absoluter Luxus. Überhaupt ein gut sortierter Kleiderschrank! Ich hatte noch nie einen.

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Countess Claire 10. April 2013 - 08:10

Liebe Carola,
Auf, auf zum Ordnen!
Liebe Grüße,
Claire

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Sue 10. April 2013 - 14:24

Also so ein extra Raum ist schon was Feines. Haben aber beim Hausbau nicht so gedacht, da ich ja noch einen schönen großen Kleiderschrank für mich hatte, der nun im Keller steht mit den nicht gerade zu tragenen Sommersachen.

Ich suche immer noch nach einer effektiven Idee für meinen Kleiderschrank. Sortiere immer wieder neu, aber noch nicht das Optimale gefunden. Seufz.

Was hast du?

LG Sue

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Countess Claire 10. April 2013 - 15:50

Liebe Sue,
Danke für deinen Kommentar!

Ich habe diesen Artikel geschrieben in der Hoffnung, meinen Mann endlich zu überzeugen, dass ich unbedingt auch in unserem Schweizer Zuhause einen begehbaren Schrank brauche ;-), nicht nur in Salzburg, wo ich schon einen Ankleideraum habe.
Wir haben hier auch ein „relativ“ leerstehendes Zimmer, in dem ich mir meine Garderobe gut vorstellen könnte. Ich bin am Planen, Überlegen und Vergleichen, es stellen sich da ja viele Fragen, zB. ob alles hinter Glas sein soll oder nicht, sollten Schuhe dort auch verstaut werden uä. In der Schweiz gibt es einige Anbieter für Schranklösungen, individueller kann es auch ein Tischler machen. Ich habe aber auch schon bei Ikea einen Schrankraum gesehen, der wirklich ganz gut ausgesehen hat.

Ich habe derzeit alles nach Kategorie (Röcke, Hosen etc.) geordnet, innerhalb dieser Kategorien nach Anlass und dann nach Farben.

Halt‘ mir die Daumen, dass ich den Traum von einem Walk-in Closet bald umsetzen kann ;-)
Liebe Grüße,
Claire

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Sue 11. April 2013 - 15:13

Hallo,

ich hoffe so in 10 Jahren, wenn die Kinder aus dem Haus sind (;)), dass ich das eine Kinderzimmer wieder zum Schlafzimmer mache und das andere Kinderzimmer zum begehbaren Kleiderschrank, so mein Plan. Habe aber zwei Heimschei…, mal sehen, was aus meinem Plan wird.
Wollte nämlich erst mal gucken , wie es mit einem Kind ist und es war so schön, dass noch ein zweites Kind kam, dass mich aber dann von einem dritten abgehalten hab( ich sag immer, dass ich soviel Lack gelassen habe).

Ich wünsche Dir viele gute Argumente und Überzeugungskraft.

LG Sue

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Countess Claire 12. April 2013 - 08:12

;-)
Danke, kann ich brauchen ;-)

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Elizabeth 16. April 2016 - 07:57

Guten Morgen liebe Claire,

Ich hatte bis vor gut zwei Jahren einen ganz normalen Kleiderschrank.
Doch als ich mit meiner Mum und ihrem neuen Lebensgefährten auf seinen Landsitz nach England gezogen bin, habe ich auch einen gigantischen Walk-in Closet bekommen.
Er erinnert mich ein bisschen an das Bild von „Traditional Closet by San Diego Interior Designer Robeson Design“. Ich hatte mich für diesen Raum für cremefarbene Wände und dunkles Holz entschieden und ich würde es jeder Zeit wieder tun.
Zu dem Thema „Wie sortiere ich meine Kleidungsstücke“ habe ich ein ähnliches Prinzip wie du.
Erst nach Kleidungsstück, dann nach Anlass, dann nach Farbe.
Meine Schuhe und Jacken habe ich in diesem Raum auch untergebracht.
Außerdem lagert dort auch meine Tenniskleidung und Ausrüstung in einer separaten Abzweigung des Raumes.

Ein Tipp habe ich noch für euch: Wenn ihr eure Schuhe auch im Ankleidezimmer lagern möchtet, solltet ihr auf jeden Fall einen Bootroom haben. Dort lasse ich meine Schuhe, gerade in den nassen Jahreszeit, trocknen bis ich sie mit hoch nehme. (Für alle die nicht wissen was ein Bootoom ist, Clare hat dazu mal einen sehr schönen Artikel verfasst.)

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