Wie richtet man sich preppy ein?

von Countess Claire

Die Preppies haben einen ganz bestimmten Geschmack, was ihre Häuser und Einrichtung betrifft. Und da stellt sich schon die Frage „Wie richtet man sich preppy ein?“

Im Preppy Style, dem Chic der neuenglischen Oberschicht geht es nicht nur darum, die richtigen Khakis zu den passenden Karoblusen mit Loafern ohne Socken zu tragen. Der Preppy Stil umfasst, abgesehen von Mode, auch noch einen ganz bestimmten Lifestyle.

Preppies, auch WASPs genannt (White Anglo-Saxon Protestants), leben überdies privilegiert. Sie zeigen dies in allen Lebensbereichen. Das beginnt schon bei der Wahl der richtigen Privatschule (preparatory school) und einer Ivy League Universität.  Kurzum, ein wohlhabendes Elternhaus, der richtige Vorname, die richtigen Sportarten und Urlaube, konservative, farbenfrohe Kleidung und einiges mehr sind ausschlaggebend. Lest dazu auch meinen Artikel Preppy Style: Der traditionelle Ostküsten-Lifestyle. 

Die Frage, wie richtet man sich preppy ein, ist einfach erklärt: Es ist ein Mix aus drei Stilrichtungen:

wie richtet man sich preppy ein


Grün und Pink – typische Preppy-Farben. Foto: houzz

Hamptons Style 

Der klassische Hamptons Look, mit anderen Worten Coastal Living genannt, ist typisch preppy. Luftige, elegante Räume mit viel Weiß, Blau und Naturfarben dominieren. Holzgetäfelte Wände in Weiß, üppige Polstersofas, Kassettentüren gehören dazu. Darüber hinaus eingebaute, deckenhohe Bücherwände, Rattanmöbel. Ein alter dunkelbrauner Schreibtisch und darüber hinaus ein Chesterfield Sessel zeigt old money. Stellt euch einfach ein typisches Ralph Lauren Home vor. Ganz wichtig sind die Accessoires: Geflochtene Körbe, maritime Gegenstände und blau-weißes Porzellan.  Übrigens findet ihr in meinem Artikel Ein preppy-maritimes Bubenzimmer Details zur Einrichtung der Kinderzimer.

British Style

Die Hauptelemente im British Interior Style sind ererbter Look, Symmetrie und Mustermix. All das ist ebenso im Preppy Style wichtig. Also ordnet man Sofas und Sessel mittig im Raum symmetrisch mit Blickrichtung auf den Kamin an. Vasen und andere Dekorationsstücke sind paarweise vorhanden. Abgesehen davon werden Streifen ungeniert mit Karomustern gemischt. Mobiliar aus verschiedenen Stilepochen kommt zum Einsatz. Hauptsache, nichts wirkt wie „aus einem Guss“. Vermögen ist geerbt. Somit auch viele Einrichtungsgegenstände. Die Farben beim British Style sind tendenziell jedoch etwas dunkler.

Pink und Grün

Pink und Grün sind die Hauptfarben im Preppy Style. Zumindest solange man Schülerin oder Studentin ist. Passend für Wände, Teppiche, einzelne Möbelstücke und Accessoires wie Kissen oder Lämpchen. Zuckersüß und zauberhaft sind auch Bettüberwürfe oder Vorhänge im Laura Ashley Stil. Je älter ein Preppy wird, desto mehr weichen diese Farben allerdings den Naturtönen, Blau und Weiß.

Wie richtet man sich preppy ein mit einem Studentenbudget?

Wie richtet man sich preppy ein, wenn man nur über ein Studentenbudget verfügt? Unter dem Strich sollte das kein Problem sein, wenn ihr ein paar Dinge beachtet.

Mobiliar

  • Basic Landhauslook: Möbelstücke in klassischem Weiß machen das Kombinieren einfach. Am besten passen Schränke und Kommoden mit den typischen Lamellentüren.
  • Bücherregale können mit etwas Geschick oder Hilfe bis zur Decke erhöht und mit einem Konsolenabschluss versehen werden. Dementsprechend schafft man auf diese Weise die Illusion einer eingebauten Bücherwand. Diese ist nämlich ein typisches Stilelement im Preppy Look
  • Sofas und Sessel im klassischen Look haben typischerweise weiche, gepolsterte Sitzkissen mit einer hübschen Husse. Bei schwedischen Möbelhäusern wird man sicherlich fündig. Passende Farben sind zum Beispiel Weiß, Crème oder im Colourblocking Blau-Weiß oder Rosa-Weiß gestreift.
  • Die Möbelstücke werden repräsentativ symmetrisch angeordnet.

Der ererbte Look

  • Preppies lieben den ererbten Look. Denkt
    old money. Vielleicht findet sich am Dachboden der Tante eine Antiquität, die nur darauf wartet, endlich aufgestellt zu werden. Besucht Trödelmärkte. Manchmal entdeckt man kleine Schätze, wie zum Beispiel alte Gemälde.
  • Zweckentfremdet Gegenstände. Als Coffeetable oder Nachtkästchen könnt ihr zwei alte Koffer aufeinander stellen. Wenn nicht Louis Vuitton, dann zumindest Vintage.
  • Wände können weiß gestrichen werden. Gut machen sich auch Blockstreifen (Rosa-Hellgrün) oder elegante Tapeten.
  • Das Farbschema ist Weiß, Navyblau, Rot, Dunkelbraun (bei Möbeln), Naturtöne und vor allem die typischen Preppyfarben Pink und Grün. Ferner sieht man Weiß mit gelben Tupfen oder pink mit grünen Streifen. Grafische Muster.
  • Holzdielen in Braun oder Weiß sind ideal preppy. Sind die nicht vorhanden, macht sich ein crèmefarbener größerer Teppich oder kleine mit bunten Streifen gut.

Accessoires

  • Des weiteren gehört in jedes Preppy Home blau-weißes Porzellan. Speisegeschirr, Vasen (besonders hübsch sind jene mit Deckel, die sogenannten
    ginger jars) mit frischen Blumen, Schalen.
  • Kissen, Decken und Überwürfe setzen starke Akzente in kräftigen Farben. Sie können mit Monogramm versehen werden. Dieses besteht aus drei Buchstaben, Familienname in der Mitte bitte.
  • Schließlich die kleinen Möbelstücke: Beistelltischchen mit hübschen Lampen lockern auf. Darauf kann man dekorativ Tiffanyboxen, Fotos in schönen silbernen Rahmen oder Blumenvasen anordnen. Ein hübsches Schminktischchen mit verschiedenen Parfümflakons.


Ein Wohnzimmer im preppy Hamptons Stil. Foto: houzz

Ein kleiner Ausschnitt aus einem preppy Wohnzimmer. Foto: houzz


Preppy mit einem Hauch von British Style. Foto: houzz


Und wieder Blau, Weiß, Pink und Grün. Foto: houzz


Details eines preppy Schlafzimmers. Foto: houzz

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Wichtig beim Preppylook sind Monogramme. Foto: houzz

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Grafische Looks, Symmetrie. Foto: houzz


Ein Eingangsbereich oder Mudroom im Preppylook. Foto: houzz

Könnt ihr euch eine Einrichtung im Preppy Style vorstellen? 

Übrigens, wollt ihr eure eigene Wohnung im Preppy Style zeigen? Dann schreibt einfach ein Email an claire(at)countessclaire.com.
Jedenfalls wünsche ich euch jetzt schon viel Spaß beim Umsetzen der Frage „Wie richtet man sich preppy ein“.

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4 Kommentare

Susanne 15. Februar 2018 - 12:00

Hallo Claire,
Das ist wieder ein sehr informativer Artikel in deiner Preppyserie. Ich versuche selbst immer verschiedene Dinge zu übernehmen, ein fach weil ich den Stil wahnsinnig schick finde. Ich bin zwar eigentlich keine Preppy, aber mir gefällt alles. Von rosa Chinos bis Segeln und die ganzen maritimen Stücken. Die Einrichtung ist sowieso genial. Hat mir schon bei Gilmore Girls und Gossip Girl gefallen.
Super üerbsichtlich!
Susanne aus W.

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Sari 16. Februar 2018 - 22:11

Liebe Claire,
Dein Artikel ist wie immer sehr gelungen. Einen Mudroom hätte ich auch sehr gerne.
Generell bevorzuge ich bei der Einrichtung helle Farben und ein schlichtes Design. Dekoration gibt es sehr wenig, das Chaos überdeckt sowieso alles.
Ein bisschen „Hassliebe“ ist die kleine Galerie im Eingangsbereich. Liebe deshalb, weil die Höhe alles gross und leicht macht. Viele stauen erstmal über den Eingangsbereich und den Treppenaufgang. An der Glasbalustrade lassen sich auch wunderbar Dekorationselemente der Jahreszeit entsprechend anpassen. Hass ist das falsche Wort. Bedauern trifft es besser. Denn von dieser wunderbaren Galerie habe ich im Ess- und Wohnbereich leider sehr wenig.
Im Sommer freue ich mich schon wieder darauf, wenn Küche und Essbereich über die Terrasse zum Garten hin erweitert werden und dort ein weiterer Raum entsteht.
Und einen kleinen Traum haben wir uns im Eigenheim verwirklicht: einen begehbaren Kleiderschrank. Die Lektion, die ich hier lernen musste und immer noch muss: ohne Ordnung funktioniert der wunderbarste Schrank nicht. Ähnlich ist es mit dem Wohn- und Lebensraum allgemein. Ohne Ordnung kommt der schönste Einrichtungsstil nicht zur Geltung.
Liebe Grüsse,
Sari

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Martina 17. Februar 2018 - 16:01

Liebe Claire,
traumhafte Möbel, exklusiver Stil – macht absolut Lust einiges in die Tat umzusetzen. Die Bilder sind ein Traum – ich könnte in jedes Zimmer sofort einziehen.
Beste Grüße
Martina – http://www.lady50plus.de

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Susann 17. Februar 2018 - 21:13

Liebe Claire
Bei diesen Bildern wird mir wieder bewusst, dass der minimalistische Stil einfach nicht meine Sache ist.
Obwohl ich bei Freunden deren klaren, kühlen und sehr übersichtlichen Minimalismus in Architektur und Einrichtung sehr mag – und auch den Gedanken eines aufgeräumten und ruhigen Wohnens nachvollziehen kann, so entspricht er doch nicht meinen (vielleicht noch aus Kindertagen resultierenden) Vorstellungen von einem wunderschönen, gemütlich-behaglichen und zugleich eleganten Zuhause. Danke für die inspiriativen Fotos!
Viele Grüße
Susann

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