Zu Gast bei Claire: Katy von der Ohrangerie

von Countess Claire

Heute möchte ich euch die Salzburger Schmuckdesignerin Katrin Waach-Köllensperger von der Ohrangerie vorstellen. Nach einem BWL- und Wirtschaftspädagogik-Studium in Innsbruck und einer Karriere in der Bankenbranche verwirklichte sie während der Babypause ihren Traum von einer eigenen Schmuckkollektion. 

Vielleicht könnt ihr euch an die Frage an Claire: Ist Modeschmuck ladylike? Damals habe ich euch schon zu Hornohrringen geraten. Klassisch, edel, stilvoll, leicht, bunt und individuell, wie sie Katrin kreiert – das trägt die Dame jetzt.

Katy von der Ohrangerie
Hornohrringe von der Ohrangerie in Altrosa. ©Ohrangerie

In ihrem Atelier im niederösterreichischen Velm entstehen tolle Ohrringe mit großem Wiedererkennungswert. So zaubert sie aus Horn, Leder und anderen (Natur-)materialien wunderschön ziselierte Hänger mit Steckern nach Wahl.

Aber lassen wir sie selbst erzählen, wie es dazu kam, dass sie Schmuckdesignerin wurde und ihr eigenes Unternehmen, die Ohrangerie, gegründet hat!

Liebe Katy, willkommen auf meinem Blog! Auf Instagram konnten wir alle schon deine wunderbaren Ohrring-Kreationen bewundern. Sie sind unverwechselbar und werten sofort jedes noch so schlichte Outfit auf. Erzählst du uns ein bisschen über die Anfänge deines Unternehmens? Wie bist du auf die Idee gekommen, deinen eigenen Schmuck zu machen?

Oh – ja gerne – das war, wie wenig in meinem Leben, total ungeplant. Für das stilvoll Klassische habe ich mich immer schon begeistert. Und für Ohrringe auch. So begann ich, während meines Mutterschutzes, für mich und als Geschenke Ohrringe anzufertigen.

Ich habe viel recherchiert, viel gelesen, einige Designworkshops besucht, später sogar schon mit meiner Tochter Nellie gemeinsam. Mit der Zeit wurde ich immer öfters auf meine Schmuckstücke angesprochen und – eigentlich war es mein Mann – der mir dann den letzten «Schubser» gab. So spazierte ich auf die Wirtschaftskammer, ließ mich beraten und gründete meine eigene Firma. 

Katy von der Ohrangerie
Schmuckdesignerin Katy Waach-Köllensperger. ©Ohrangerie

Bei dir sieht man auf den ersten Blick, dass du Sinn für das Schöne und Geschmack hast. Verrätst du uns, wer deinen Blick fürs Exklusive geschult hat? Als gebürtige Salzburgerin hast du einen gewissen Stil verinnerlicht – eine Mischung aus klassisch, elegant und traditionell. Wie würdest du ihn selbst beschreiben? Wie kleidest du dich am liebsten? 

Das ist ganz einfach zu beantworten. Das kommt von meiner Mami. Sie hat einen ganz feinen Blick für Farben und Materialien, die gut zusammen passen. Ja, du hast es gut getroffen – ich liebe den klassischen Stil – ein bisschen sportiver ist er mittlerweile, nicht zuletzt aufgrund meiner beiden Zwerge, der sechsjährigen Nellie und dem vier Jahre alten Niki.

Katy von der Ohrangerie
Kräftige Farben, orientalische Formen – was für ein Traum! ©Ohrangerie

Wie kann man sich das Designen von Schmuck vorstellen? Hast du eine spezielle Ausbildung dafür gemacht, oder hast du einfach im Gefühl, was gut aussehen könnte? Ich nehme an, dass nicht alles machbar ist, denn deine Ohrringe haben den Anspruch, dass sie auch sehr leicht und angenehm zu tragen sind – für jeden Tag, den ganzen Tag. 

Nein, ich habe keine spezielle Ausbildung in diese Richtung gemacht. Ich habe Wirtschaft und Wirtschaftspädagogik studiert und habe 15 Jahre lang in der Bank als Personalentwicklerin gearbeitet. Aber – was mir zu Gute kommt – ich hab eine ausgeprägte Vorstellungskraft und kann Dinge sehr gut visualisieren. Ich gehe mit offenen Augen durchs Leben. Letztens hatte eine Kundin ein zauberhaft schönes Kleid an – mit wunderschönen orientalischen Ornamenten. Diese inspirierten mich für ein Modell für meine Herbstkollektion.  

Katy von der Ohrangerie
Allesamt zauberhaft – ich könnte mich nicht für nur ein Paar entscheiden! ©Ohrangerie

Du bist Mama von zwei Kindern und hast dein großartiges Unternehmen, die Ohrangerie, während der Karenzzeit aufgebaut. Nicht wenige Mütter werden sich da jetzt fragen, wie man es schafft, eine junge Familie und das Business zu vereinbaren.

Das ist immer wieder sehr herausfordernd. Zumal meine beiden Zwerge noch recht klein sind. Ich hab großes Glück, dass meine beiden Kinder brave Schläfer sind. Ich arbeite vormittags und hole die Kinder nach dem Mittagessen vom Kindergarten ab. Nachmittags ist Kinderzeit und ab 19:00 Uhr geht’s für mich wieder weiter. Mein Mann arbeitet in Oberösterreich. Er pendelt – fährt am Sonntag ins Büro und kommt Donnerstag nachts wieder. Daher habe ich unter der Woche Zeit abends zu arbeiten.

Mittlerweile ist die Ohrangerie schon in vielen verschiedenen Städten vertreten. Neben Wien, Linz und Salzburg kann man deine Ohrring- und Armband-Kreationen auch in Hamburg, München und Brüssel erwerben. Werden wir in Zukunft auch weitere Schmuckstücke wie zum Beispiel Ketten der Ohrangerie tragen können? 

Ein paar wenige Ketten habe ich im Sortiment. Nachdem ich selbst eine Ohrring- und Armbandträgerin bin, hab ich den Fokus eher darauf. Oft ist dann eine Kette noch dazu auch Zuviel des Guten. 

Katy von der Ohrangerie
Katy und ihre Mitarbeiterin Christa tragen natürlich Kreationen der Ohrangerie. ©Ohrangerie

Du und deine Familie tauscht euer lichtdurchflutetes, idyllisch am Wasser gelegenes Haus in Niederösterreich demnächst gegen eins am Irrsee um. Dieser liegt ja nur etwa 30 Minuten von Salzburg entfernt. Freust du dich, wieder näher an deiner Heimat zu sein?

Oh – ja – dazu habe ich gemischte Gefühle. Das Haus hier in Velm haben wir selbst gebaut. Jede einzelne Ecke haben wir geplant. Dann sind die Kinder auf die Welt gekommen. Außerdem haben wir ein sehr nettes Miteinander mit den Nachbarn. Mich verbindet mit dem Haus immens viel  – auch viele Erinnerungen mit den Kindern, daher fällt es mir wahnsinnig schwer, von da wegzugehen.

Aber ich freue mich andererseits natürlich auch auf das Zusammenleben als Familie. Meine Eltern und meine Schwester wohnen in Salzburg und auch meine langjährigen Freunde sind nach und nach alle wieder nach Salzburg zurückgekehrt. Und die Gegend um den Irrsee ist sehr idyllisch und malerisch. Das neue Haus ist wunderschön geworden – an dieser Stelle ein großes Dankeschön an meinen Mann, der viele Stunden dort verbracht hat und das alles organisiert hat.

Dein aktuelles Haus ist sehr modern und mit viel Weiß gestaltet. Offen, gemütlich und hell präsentiert es sich. Unverkennbar ist, dass du dich selbst aktiv in die Planung eingebracht hast und das Haus klar die Handschrift der Designerin Katy Waach-Köllensperger der Ohrangerie trägt. Möchtest du uns berichten, wie dein neues Heim aussehen soll? 

Von außen her eher modern – aber mit Dach (davon ließ ich mich diesmal nicht abbringen!) Ich liebe die gemütlichen Schrägen und das Geräusch, wenn die Regentropfen auf die Dachschrägenfenster prasseln. Innen ist es aber sehr verwinkelt – es gibt viele Nischen für meine alten Möbelstücke. Es ist ein Haus voller Überraschungen. Man geht ebenerdig hinein – wohnen tun wir aber ganz oben unter dem Dach. Von dort hat man einen schönen Blick auf den malerischen Irrsee und hinten einen Garten raus mit Blick auf die Alm.

Und das Beste: es wird dort auch ein Ohrangerie – Atelier geben – wo man alle Ohrringe probieren und erwerben kann. 

Sind das nicht entzückende Kinder? Die Kleinen von Katy sind schon in jungen Jahren so stilvoll! ©Ohrangerie

Liebe Katy, vielen Dank, dass du trotz Umzugsstress mitgemacht hast und uns einige Einblicke in die Ohrangerie gegeben hast! Ich wünsche dir weiterhin so viel Erfolg!

Liebe Leserinnen, die traumhaften Ohrringe von Katy könnt ihr entweder in ausgewählten Geschäften oder direkt bei ihr selbst online auf www.ohrangerie.com bestellen.  Auf Katys Instagram-Account Ohrangerie seht ihr die edlen Stücke, die auch besonders stilvoll verpackt werden, besonders gut. Die Stecker ihrer Ohrringe sind aus 925 Sterlingsilber, gelbgold- oder rosé vergoldet. Für Damen ohne Ohrlöcher gibt’s übrigens auch Clips!

Ton in Ton – die Schmuckstücke der Ohrangerie werden auch wunderschön verpackt. ©Ohrangerie

Das könnte dir auch noch gefallen:

Schreibe einen Kommentar